In-App-Käufe bei iOS & Android sperren: Hier drohen vierstellige Handyrechnungen

In-App-Käufe bei iOS & Android sperren : Hier drohen vierstellige Handyrechnungen

Erst vor wenigen Tagen konnte man lesen, dass der fünfjährige Danny Kitchen in dem eigentlich kostenlosen Spiel "Zombies vs. Ninjas" innerhalb weniger Minuten 2000 Euro ausgegeben hat. Diese In-App-Käufe sind vielfach ein fauler Trick der Hersteller, mit Gratis-Apps doch eine Menge Geld zu verdienen. Doch man kann sein Smartphone und Tablet gegen solch unerwünschte Käufe sperren.

Das Geschäftsmodell hat den schönen Namen "Freemium", also Free und doch Premium und greift sowohl in Apples App Store als auch bei Google Play um sich.

Dabei können die jeweiligen Apss - meistens sind es Spiele - erst einmal kostenlos heruntergeladen werden. Die ersten Level sind dann in der Regel auch normal spielbar. Doch dann kommt man irgendwann nicht mehr richtig weiter, die jeweiligen Aufgaben werden zu schwierig, übersteigen etwa die Fähigkeiten des Helden.

Dann bieten die Programme Lösungen an: Einfach Waffen, Fähigkeiten, Extra-Münzen oder Edelsteine dazukaufen, als sogenannte In-App-Käufe. Ein paar Klicks, ein kleiner Umweg über den jeweiligen App-Store und schon kann mit neuem Schwung weitergezockt werden.

Das Perfide daran, das zeigt auch der oben geschilderte Fall aus Großbritannien, diese In-App-Käufe sind auch in vielen Spielen für Kinder zu finden. Ist Papas oder Mamas Smartphone erst einmal in den Händen der Kleinen, dann haben sie auch sehr schnell den Dreh raus, wie man das jeweilige Spiel mit ein paar Extras aufpeppen kann.

Die Eltern des kleinen Danny Kitchen aus Bristol hatten Glück. Zwar wurden sie per Mail sofort über die Einkaufstouren ihres Nachwuchses informiert, doch hielten sie diese Hinweise für eine Falschmeldung. Erst die Kreditkartenabrechnung sorgte dann für Klarheit. Apple zeigte sich in diesem Fall kulant und erstattet das Geld zurück.

Verlassen darf man sich darauf aber nicht, denn sowohl Google als auch Apple weisen ganz klar darauf hin, dass In-App-Käufe nicht erstattet werden können.

Jedoch - und das wissen wohl nur die Wenigsten - kann man sowohl an iPhone und iPad als auch an Android-Geräten problemlos eine Sperre aktivieren, die diese Käufe unterbindet oder zumindest die Eingabe einer Pin verlangt. Wie das funktioniert, sehen Sie in unserer Fotostrecke.

Hier geht es zur Bilderstrecke: iOS und Android: So lassen sich In-App-Käufe sperren

(csr)