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Google Android 11 Beta: Neue Features und mehr Datenschutz - Google Pay funktioniert wieder

Smartphone-Betriebssystem : Google Android 11 Beta ist da - neue Features und mehr Datenschutz

Android 11 ist da. Zumindest die erste Betaversion für alle, die schon einmal vorab einen Blick auf Googles neues Betriebssystem werfen wollen. Was Android 11 für neue Funktionen an Bord hat, verraten wir hier.

Eigentlich wollte Google die erste Betaversion von Android 11 schon am 3. Juni vorgestellt und veröffentlicht haben. Corona und die Unruhen wegen des Todes von George Floyd haben den Konzern jedoch bewogen, den Start etwas nach hinten zu verschieben. Jetzt, knapp eine Woche später, wurde die Beta freigegeben.

Die wichtigsten Neuerungen bei Android 11 im Überblick:

  • Kommunikation

Um die Kommunikation zu vereinfachen, wandern bei Android 11 alle Konversationen von verschiedenen Messaging-Apps in einen gesonderten Bereich in den Benachrichtigungen. So soll man entspannter auf Nachrichten antworten und alle Unterhaltungen besser im Blick behalten können.

So kann beispielsweise eine Konversation priorisiert werden. Das soll helfen, keine Nachricht aus diesem Chat zu verpassen. Diese markierten Chats werden auf dem Always-on-Display angezeigt, auch wenn sich das Smartphone im „Bitte nicht stören“-Modus befindet.

Eine weitere neue Funktion von Android 11 ist Bubbles. Damit kann direkt auf eingehende Nachrichten reagiert werden, ohne zwischen der aktuellen und der Messaging-App hin- und herzuspringen. Eine Bubble kann direkt aus der Push-Benachrichtigung heraus geöffnet werden, um miteinander zu kommunizieren, ohne in der aktuellen App etwas zu verpassen.

Wird die Google-Tastatur Gboard in Android 11 verwendet, erhält man beim Tippen automatische Emoji- und Textvorschläge. Dies ist aufgrund der im Gerät integrierten Informationsverarbeitung möglich. Dabei sieht oder speichert Google die eingegebenen Daten nach eigenen Angaben zu keinem Zeitpunkt.

  • Steuerung von vernetzten Geräte und Medien

Android 11 soll dabei helfen, alle angeschlossenen Smart-Home-Geräte besser zu verwalten. Durch langes Drücken der Ein-/Aus-Taste kann schnell auf die Steuerung der Smart-Home-Geräte zugegriffen werden. So kann man mit einem Fingertipp die Temperatur regeln, Lampen einschalten oder ein smartes Türschloss entriegeln – ohne dass mehrere Apps dazu geöffnet werden müssen.

Neben der Kontrollanzeige für das Smart Home zeigen Geräte nach dem langen Drücken des Ein-/Aus-Schalters weitere oft benötigte Dinge an, etwa Zahlungsmethoden oder Bordkarten (sobald Flüge wieder zum Alltag gehören). Google sieht den Bereich als eine Art Ablage für das digitale Portemonnaie, Sicherheitsschlüssel und mehr.

Die Mediensteuerungen wird unter Android 11 erneuert. Künftig soll darüber das Gerät, über das ihr Audio- oder Videoinhalte abspielt werden, schnell und bequem gewechselt werden können.

  • Verbesserungen des Datenschutzes

Android 11 verfügt über detailliertere Steuerelemente für die wichtigsten Zugriffsrechte. Es werden Berechtigungen eingeführt, mit denen Apps einmalig Zugriff auf Mikrofon, Kamera oder den Standort gewährt werden kann. Wenn die App das nächste Mal Zugriff auf diese Sensoren benötigt, muss sie erneut um Erlaubnis bitten. Apple hatte dies bereits im vergangenen Jahr bei seinen iPhones mit dem Betriebssystem iOS 13 umgesetzt.

Wird eine App über einen längeren Zeitraum nicht verwendet, werden alle mit dieser App verbundenen Berechtigungen automatisch zurückgesetzt. Der Nutzer wird dann darüber informiert. Beim nächsten Öffnen der App können die Berechtigungen dann erneut zu erteilt werden.

  • Weitere Funktionen

Bislang konnten in der unteren Reihe auf dem Bildschirm je nach Smartphone vier bis fünf Apps platziert werden, die man häufig nutzt. Das kann Android nun auf Wunsch übernehmen. Das System versucht vorherzusagen, welche Apps man gerade nutzen möchte und blendet diese in dem Bereich ein.

Android 11 bringt darüber hinaus weitere neue Funktionen mit, darunter Bildschirmaufzeichnung, optimierten Voice Access sowie ein überarbeitetes Freigabemenü, welches das Teilen von Inhalten erleichtern soll.

Viele dieser Funktionen finden sich bereits in der Beta-Version, die ab sofort auf allen Pixel-Smartphones (ab Pixel 2) und in den kommenden Wochen auch auf weiteren Geräten verfügbar ist.

Google Pay funktionierte zunächst nicht. Nutzer bekamen wenige Stunden nach Installation der Beta den Hinweis, dass „mit Ihrem Smartphone [...] kein kontaktloses Bezahlen möglich“ ist. Wer darauf angewiesen ist, sollte die Beta also besser nicht installieren. Google hat mittlerweile mit einer Betaversion 1.5 darauf reagiert. Der Fehler wurde damit behoben, kontaktloses Bezahlen ist wieder möglich.

Die Möglichkeit, etwa mit der Payback-App zu bezahlen funktioniert dagegen noch immer nicht. Die App lässt sich gar nicht starten. Genau diese Fehler waren auch bereits bei der ersten Beta von Android 10 vor knapp einem Jahr zu beobachten.