1. Digital
  2. Smartphones

Apple: iPhone-Präsentation in San Francisco am 9. September

Präsentation am 9. September : Was Apple schon über das neue iPhone verrät

Mehr Aufgaben für Siri, bessere Displays und mehr Pixel fürs Selfie: Aus der Einladung zu Apples iPhone-Präsentation am 9. September in San Francisco gehen ungewöhnlich viele Hinweise hervor. Wir geben einen Überblick, was kommen kann.

Bereits der Ort der traditionellen Herbst-Präsentation von Apple ist ungewöhnlich: Zum ersten Mal lädt Apple in das Bill-Graham-Civic-Auditorium in San Francisco ein. 7000 Gäste haben in dem Auditorium Platz. In der Vergangenheit galt bei Apple: Je größer die Veranstaltungsorte, desto wichtiger war die Präsentation für den Konzern. Die Technik-Kommentatoren aus den USA erwarten deswegen viele Neuheiten.

Einen weiteren konkreten Hinweis versteckt Apple in der Überschrift der Einladung. Dort steht: "Hey Siri, give us a hint." ("Hey Siri, gib uns einen Hinweis."). Englischsprachige iPhone-Nutzer haben ihre Sprachassistentin Siri nach Hinweisen gefragt. Allerdings sind die Reaktionen der Software geheimnisvoll. "Ich habe gehört, dass etwas Großes am 9. September passieren wird", lautet eine von Siris Antworten. Oder: "Warum schaust du nicht in einem Gerüchteblog nach? Das mache ich auf jeden Fall." Doch Apple scheint den Hinweis nicht wegen dieser Spielerei in seine Einladung aufgenommen zu haben.

Erst in dieser Woche hat Facebook erstmals öffentlich über den eigenen geplanten persönlichen Assistenten "M" gesprochen. Das Timing dürfte kein Zufall sein. Im Bereich der virtuellen persönlichen Assistenten gibt es derzeit viel Bewegung. Apple könnte am 9. September größere Veränderungen bei Siri vorstellen. Bisher kann Siri vor allem Informationen beschaffen und fungiert als Sprachsteuerung für einige iPhone-Funktionen. Der nächste logische Schritt, der bei Facebooks Sprachassistent "M" bereits implementiert sein soll, wäre das Abwickeln von konkreten Aufgaben: Das Bestellen von Blumen, das Reservieren von Tischen in Restaurants, der Kauf von Kino- oder Flugtickets.

Konkret werden ein iPhone 6S und ein iPhone 6S Plus erwartet. Die neuen Displays werden voraussichtlich "Force Touch" unterstützen. Fällt hierbei ein Tippen auf das Display stärker aus, kann damit eine andere Funktion ausgelöst werden, als beim herkömmlichen Tippen. Diese Technik ist bereits in der Apple Watch und in neueren MacBooks zu finden. Ebenfalls sollen die Kameras einen größeren Sprung nach vorne machen. Seit Jahren hat die Hauptkamera acht Megapixel. Nun sollen es 12 Megapixel werden. Das neue iPhone soll auch UltraHD-Videos aufzeichnen können. Die Frontkamera wird demnach ebenfalls aufgewertet. Bessere Sensoren und eine bessere Beleuchtung sollen die Selfies der iPhone-Besitzer in ein besseres Licht setzen. Samsung, LG und Sony haben ihre Topmodelle schon seit längerer Zeit mit 12 Megapixel-Kameras ausgestattet.

Nachholbedarf hat Apple auch bei seiner Settopbox "Apple TV". Die dritte Generation ist 2012 erschienen. Neben neuer Hardware wird von den Kunden auch ein eigener Streamingdienst erwartet. Doch letzterer wurde neuen Gerüchten zufolge nicht rechtzeitig fertig. Ebenfalls konkret geplant, aber noch nicht verkaufsbereit, ist ein kleines iPhone 6C mit einem kleineren 4-Zoll-Display. Dieses Smartphone könnte noch später in diesem Jahr vorgestellt werden.

Realistischer ist hingegen die Präsentation neuer iPad-Modelle, inklusive eines größeren "iPad Pro". Als sicher gilt der Start von den neuen Versionen des mobilen Betriebssystems iOS 9, des Mac-Betriebssystems OS X El Capitain und des neuen Smartwatch-Betriebssystems watchOS 2.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Tim Cook

(dafi)