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Informationsanfragen von Regierung: Apple informiert erstmals Sicherheitsbehörden

Informationsanfragen von Regierung : Apple informiert erstmals Sicherheitsbehörden

Der US-Konzern Apple hat erstmals Zahlen zu den Informationsanfragen von US-Regierungsbehörden veröffentlicht. Zugleich kritisierte das Unternehmen die ihm auferlegten Beschränkungen bei der Bekanntgabe dieser Angaben.

Apple steht wie andere große Internetunternehmen im Fokus der Debatte über die Ausspähaktionen des US-Geheimdienstes NSA. Zuvor hatten bereits Microsoft, Google, Facebook und andere den Umfang der an sie gerichteten Anfragen bekanntgegeben.

Wie Apple am Dienstag mitteilte, erhielt das Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 zwischen 1000 und 2000 Anfragen von US-Sicherheitsbehörden zu Kundenkonten. Davon seien zwischen 2000 und 3000 Apple-Konten betroffen gewesen. Das Unternehmen habe Daten von null bis 1000 Kundenkonten herausgegeben. Apple darf ebenso wie die anderen Internetfirmen die Zahlen nicht detailliert, sondern nur in Tausender-Größenordnungen angeben.

Dabei darf auch nicht zwischen Anfragen von Polizei und Geheimdiensten differenziert werden.
Apple forderte die US-Regierung auf, die engen Vorgaben für die Veröffentlichung solcher Daten aufzuheben. Es sollte den Firmen erlaubt werden, detaillierte Angaben zu machen und genaue Zahlen zu nennen, erklärte das Unternehmen und kündigte an, sich weiterhin entschlossen für mehr Transparenz einzusetzen.

Jüngste Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden ließen den Eindruck entstehen, dass die großen amerikanischen Internetunternehmen dem US-Geheimdienst NSA einen direkten Zugriff auf ihre Server gestatten. Das wird von ihnen aber vehement bestritten. Sie fürchten, dass ein solcher Eindruck ihre globalen Geschäfte beeinträchtigen könnte.

(REU)