Android Q - erste Beta-Version veröffentlicht - mehr Datenschutz

Falt-Smartphones und mehr Datenschutz : Android Q - erste Beta-Version veröffentlicht

Mittlerweile ist es schon eine Art Tradition, dass Google im März eine erste Beta der kommenden Android-Version veröffentlicht. Und so steht seit Mittwoch die erste Beta von Android Q bereit - zunächst jedoch nur für die drei Pixel-Smartphones von Google.

Die nächste Version des meistbenutzten Smartphone-Betriebssystems Android bekommt Unterstützung für Telefone mit auffaltbaren Displays sowie bessere Datenschutz-Einstellungen.

Unter anderem werden Nutzer genauer bestimmen können, wann eine App ihren Aufenthaltsort kennen darf, wie Google zur Vorstellung der ersten Beta-Version von Android Q am späten Mittwoch ankündigte.

Künftig können die Nutzer - wie bereits bei Apples iPhone üblich - festlegen, dass eine App nur auf ihren Aufenthaltsort zugreifen kann, wenn sie genutzt wird. Bisher galt die erteilte Genehmigung bei Android ohne Einschränkungen, sodass Apps grundsätzlich auch auf die GPS-Daten zugreifen konnten, wenn sie im Hintergrund aktiv waren.

Für die neue Geräteklasse der Smartphones, deren Displays sich auf die Größe kleiner Tablets auffalten lassen, gibt Google den App-Entwicklern mit Android Q zusätzliche Software-Werkzeuge in die Hand. Dabei geht es vor allem darum, eine Anwendung beim Wechsel der Bildschirmgröße oder von Display zu Display weiterlaufen zu lassen.

Android muss zwei grundverschiedene Konzepte von Auffalt-Smartphones unterstützen. So hat Samsungs Galaxy Fold zwei Bildschirme: Der eine lässt sich wie ein Buch zu Tablet-Größe auffalten und ist in zusammengeklappten Zustand nicht sichtbar, während dann ein weiteres kleines Display auf der Außenseite die Smartphone-Funktionen übernimmt.

Beim Konkurrenzmodell Mate X von Huawei bleibt der Bildschirm beim Zusammenfalten auf der Außenseite und kann abwechselnd von beiden Seiten auf halber Größe genutzt werden.

Zu den weiteren Neuerungen von Android Q gehört ein direkter Zugang für Apps zu Tiefenschärfe-Einstellungen der Kamera. Bislang ist die Beta nur für Googles Pixel-Smartphones verfügbar, es sollen jedoch Geräte weiterer Hersteller dazukommen.

Gespannt sein darf man auch, welcher Name Google für Android Q einfällt. Traditionell wird immer eine Süßspeise verwendet. Doch welche da mit dem Buchstaben Q in Frage kommt, darüber wird gerätselt. Bislang kamen Cupcake, Eclair, Froyo, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich, Jelly Bean, KitKat, Lollipop, Marshmallow, Nougat, Oreo, und Pie zum Einsatz.

Mehr Details zu Android Q dürfte es auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai geben, bevor die Software im späteren Jahresverlauf eingeführt wird.

(csr/dpa)
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