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Tablet-Hersteller ködern mit Extrafunktionen

Tablets im Vergleich : iPad Mini landet bei der Sitftung Warentest nur auf Platz drei

Tablet-Hersteller imponieren uns mit diversen Spezialfunktionen wie Fingerabdrucksensoren, eingebauten Beamern oder wasserdichten Hüllen, denn sie wissen: Leistung ist längst nicht mehr alles. Stiftung Warentest hat jetzt 20 Spitzenmodelle für den Normalanwender getestet.

Ein schneller Prozessor ist längst kein Kaufargument mehr. Moderne Tablets wollen durch Zusatzfunktionen überzeugen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 1/2015), die 20 aktuelle Modelle getestet hat. Ob Fingerabdrucksensor, wasserdichte Hülle, Kundenservice per Videochat oder ein eingebauter Beamer - die Spitzenmodelle im Test überzeugten nicht nur durch Leistung. Für Normalanwender können schon Geräte ab etwa 150 Euro interessant sein.

Apple und Samsung beispielsweise setzen auf biometrische Sicherung ihrer Galaxy Tabs und iPads. Durch den Fingerabdrucksensor wird der Zugriff von Unbefugten auf das Gerät erschwert. Amazon setzt bei seinem Fire HDX 8.9 auf Live-Hilfe per Videochat. Die Mayday getaufte Funktion konnte die Tester allerdings nicht restlos überzeugen - einige Hilferufe konnten nicht oder nur unvollständig beantwortet werden. Auch die eingebaute Produkterkennung mit der Firefly-App funktionierte nur bei aufgedrucktem Strichcode zuverlässig.

Andere Hersteller setzen auf besonders haltbare Geräte. Sonys Xperia Tablet Z3 Compact ist bis zu 30 Minuten lang wasserdicht - solange man es nicht in Salz- oder Spülwasser würft. Im Test überzeugte auch der eingebaute NFC-Chip, der ausdauernde Akku und das geringe Gewicht. Konkurrent Lenovo hat mit dem Yoga Tablet 2 Pro gleich eine eigene Geräteklasse erfunden. Das Android-Tablet ist mit 13,3 Zoll Bildschirmdiagonale nicht nur ungewöhnlich groß, es hat durch den verstellbaren Standfuß auch viele Einsatzmöglichkeiten. Der eingebaute Beamer konnte die Tester aber nicht überzeugen.

Für Tabletbesitzer mit Begeisterung für Spiele hat Nvidia sein Shield getauftes Tablet entwickelt. Im Test zeigte es sich anderen Tablets gegenüber bei Spiele-Apps überlegen, konnte aber auch nicht die Leistung moderner Konsolen erreichen. Bemängelt wurde der relativ schwache Akku. Den besten Eindruck - vor allem durch das gute Display und die Batterie - hinterließ das Samsung Galaxy Tab S 10.5 (etwa 540 Euro), den zweiten Platz teilten sich das kleinere Galaxy Tab S 8.4 (rund 470 Euro) und Sonys Xperia Z3 Compact (circa 475 Euro). Apples iPad Mini 3 (knapp 510 Euro) landete auf dem dritten Platz.

Normalnutzern ohne Bedarf nach einem Spitzenmodell empfehlen die Experten das viertplatzierte Memo Pad 7 von Asus (rund 150 Euro). Von 20 getesteten Tablets erhielten neun Modelle die Wertung "gut", der Rest wurde mit "befriedigend" bewertet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Apple, Lenovo und Sony ködern mit Extrafunktionen.

(dpa)