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Spionage bei MacBook und iMac: Apple-Webcams können heimlich eingeschaltet werden

Spionage bei MacBook und iMac : Apple-Webcams können heimlich eingeschaltet werden

Webcams an Computern können einem Bericht zufolge unbemerkt für heimliches Ausspähen missbraucht werden. Besonders die als sicher geltenden Rechner aus den MacBook- und iMac-Reihen von Apple konnten geknackt werden.

Das hätten Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore nachgewiesen, berichtete die "Washington Post". Ihnen sei es gelungen, die Kameras von Rechnern einzuschalten, ohne dass das LED-Licht aufleuchtete, das auf ihre Aktivität hinweist.

Die Forscher hatten sich auf Modelle der MacBook- und iMac-Reihe von Apple konzentriert, die vor 2008 produziert wurden. Das gleiche würde aber theoretisch auch auf aktuelleren Rechnern einer ganzen Reihe von verschiedenen Herstellern funktionieren, hieß es.

Normalerweise verhindere eine eigens eingebaute Technologie in Apple-Computern, dass die iSight-Kamera läuft, ohne, dass die LED-Leuchte aktiviert werde, sagte Stephen Checkoway, Professor an der Johns Hopkins Universität.

Ihnen sei es aber mit Hilfe einer Software gelungen, die eingebaute Hardware-Schranke zu knacken. Die Forscher hätten Apple bereits im Juli von ihren Erkenntnissen unterrichtet, der Konzern habe aber bisher keine Gegenmaßnahmen getroffen.

Deshalb haben die Experten mit dem kostenlosen "iSightDefender" selbst ein kleines Programm erstellt, dass die missbräuchliche Nutzung der iSight-Kamera unterbinden soll. Wer einen iMac, ein MacBook oder ein MacBook Pro nutzt, das zwischen 2007 und 2008 verkauft wurde, sollte dieses Programm sicherheitshalber herunterladen und installieren.

(dpa)