NSA: Geheimdienst soll an "Regin" gearbeitet haben

Bericht von "The Intercept" : NSA soll an Spähsoftware "Regin" beteiligt gewesen sein

Die ausgeklügelte Spionage-Software "Regin" wird mit dem US-Geheimdienst NSA und ihrem britischen Partner GCHQ in Verbindung gebracht. Die Software war jahrelang nicht zu entdecken und konnte so ungehindert Computer überwachen, offenbar auch für Geheimdienste.

Elemente von Regin seien bei Angriffen der beiden Geheimdienste auf EU-Institutionen und den belgischen Telekom-Konzern Belgacom festgestellt worden, schrieb die Enthüllungsplattform "The Intercept" unter Berufung auf Branchenkreise am späten Montag. Bei "The Intercept" werden auch Unterlagen des Informanten Edward Snowden ausgewertet, der die ausufernde Internet-Überwachung durch NSA und GCHQ aufdeckte. Die beiden Journalisten Glenn Greenwald und Laura Poitras betreiben mit Kollegen die Website. Sie waren die ersten, die Edward Snowden interviewten und somit die Abhör-Affäre um die NSA ins Rollen brachten.

Die "Regin"-Software, die von den IT-Sicherheitsfirmen Symantec und Kaspersky öffentlich gemacht wurde, ist besonders schwer zu entdecken. Deshalb seien mit ihrer Hilfe Computer jahrelang ausgespäht worden, hieß es. Den Sicherheitsforschern zufolge wurden die meisten Infektionen in Russland und Saudi-Arabien festgestellt.

Die Überwachung von Belgacom war aus den Snowden-Papieren bekannt geworden. Der GCHQ habe sich im Jahr 2010 Zugang zu Systemen des belgischen Telekom-Konzerns verschafft und darüber auch seine Kunden wie die EU-Kommission und das Europäische Parlament ausgespäht.

(dpa)