Datenaustausch: Viele Programme nehmen heimlich Kontakt zum Hersteller auf

Datenaustausch : Viele Programme nehmen heimlich Kontakt zum Hersteller auf

München (rpo). Wenn Sie wüssten, was die Software auf Ihrem Rechner so anstellt, wenn Sie die Programme nutzen... Viele nehmen nämlich heimlich Kontakt übers Internet mit ihren Herstellern auf und tauschen dabei eine Menge Daten aus.

Problem dieser so genannten "Phoning home"-Verbindungen ist nach einem Bericht der Fachzeitschrift "Macwelt" (Ausgabe 6/2006), dass Software-Firmen auf diese Weise nicht nur Programmversionen und Lizenzbestimmungen kontrollieren, sondern zum Teil auch persönliche Daten über den Nutzer und seinen Rechner sammeln.

Zudem würden die Informationen nicht immer ausreichend verschlüsselt und seien somit eine leichte Beute für potenzielle Datendiebe.

In vielen Fällen ließen sich die "Anrufe zu Hause" über die Software-Einstellungen unterbinden, schreibt das Magazin weiter. Eine Firewall nütze dagegen wenig. Denn diese biete oft keine Möglichkeit, Verbindungen zu unterdrücken, die vom eigenen Rechner aus in das Internet gehen.

Allerdings ließen sich die meisten Internet-Anfragen verhindern, wenn in den Voreinstellungen der Programme die automatische Software-Aktualisierung deaktiviert wird. Programm-Updates müssen dann zwar manuell gesucht werden, doch der Anwender behält so die Kontrolle darüber, wann er mit dem Software-Hersteller kommuniziert.

Besitzer eines Apple-Rechners, die sich ernsthaft um ihre Privatsphäre sorgen, sollten einen Blick auf die Software "Little Snitch" des österreichischen Unternehmens Objective Development (www.obdev.at) werfen, rät das Magazin. Das Programm für rund 25 Euro blockiere auf Wunsch alle Internet-Verbindungen, die vom eigenen Rechner ausgehen.

(afp2)
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