Revolution fürs TV-Gerät: Steve Jobs bastelte am iFernsehen

Revolution fürs TV-Gerät : Steve Jobs bastelte am iFernsehen

Düsseldorf (RPO). Walter Isaacsons Biographie über Steve Jobs schlägt hohe Wellen. Ein kleiner Absatz lässt nun die Gerüchteküche brodeln. Die Apple-Pläne für eine Revolution des Fernsehers sollen bereits weit gediehen sein. Es soll bereits einen Prototypen geben. Eröffnet der die Welt des 3D-Fernsehens?

"Ich möchte ein integriertes Fernsehgerät entwickeln, das ganz einfach zu bedienen ist", heißt es aus Isaacsons Bestseller "Steve Jobs". Und weiter: "Er wird die einfachste Bedienung haben, die man sich vorstellen kann." Er, Steve Jobs, meinte "es geknackt" zu haben.

Die kurzen Andeutungen lösten ein weitreichendes Echo aus. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" ist das Projekt schon weit gediehen. Ein Prototyp soll demnach bereits in Arbeit sein. Schon 2012, spätestens 2013 könnte ein Apple-TV-Gerät auf den Markt kommen.

Wie bei dem US-Konzern üblich erwarten sich seine Anhänger nichts anderes als eine Neu-Erfindung des Rads. Doch wie könnte das neue, das andere Fernsehen aussehen? Die Gerüchteküche kocht.

Fernsehen in der Wolke

Stoff für Spekulationen gibt es reichlich. Denn die Ambitionen Apples auf einen Einstieg ins TV-Geschäft sind nicht eben neu. Schon seit 2007 gibt es die Set Top Box, mit der Nutzer Inhalte aus dem iPhone ausspielen können, Internet inklusive. Ein kommerzieller Knaller war das nicht. Doch ein Fernsehgerät, das sämtliche Funktionen auf einfache Art und Weise zu einem einheitlichen Ganzen zusammenfügt, wäre ein großer Schritt nach vorne.

Zudem würde Apple ein derartiges TV vermutlich nahtlos in die Produktpalette einklinken. Der Fernseher wäre eingebettet in die iCloud, Filme wären über iTunes zu bekommen, durch die automatische Synchronisation aller Geräte wären auch mit dem iPhone aufgenommene Inhalte verfügbar.

Spracherkennung

Eine weitere Neuerung strebt Apple Bloomberg zufolge bei der Bedienbarkeit an. Egal ob Fernsehen, Filme, Internet-Videos, der Zugang liefe einzig und allein über das iFernsehen. Auf das Suchen in verschiedenen technischen Kanälen soll der Nutzer verzichten können. Die Idee: Web und TV werden eins. Damit Anbieter ihre Inhalte auch entsprechend einspeisen, sollen bereits Gespräche geführt worden sein.

Zu weitreichenden Schlüssen verführt manche Blogger zudem das Jobs-Zitat, das Gerät werde die einfachste Bedienung haben, die man sich vorstellen kann. Dem Beispiel des iPhone 4S folgend soll das auf intelligente Spracherkennung hinauslaufen. Ganz simpel: Der Nutzer spricht mit dem Gerät und teilt ihm seine Wünsche mit. Schalte um, nehme auf, spiel ein Video. Die Technologie namens Siri ist bereits im Smartphone zu finden.

3D-Patente

Auch bei der 3D-Technologie hat Apple offenbar die Finger im Spiel. In den vergangenen Jahren soll das Unternehmen bereits eine Vielzahl von entsprechenden Patenten angemeldet haben. Nun diskutieren Blogger eifrig, ob mit dem neuen Fernseher auch der Weg zum 3D-Fernsehen eröffnet werden wird. Herausragende Besonderheit: Das Ganze soll dann ganz ohne Brille möglich sein.

Ein namhafter Entwickler

Hinter dem Projekt steht nach Informationen von Bloomberg einer der wichtigsten Köpfe der Apple-Schmiede. Mit Entwickler Jeff Robbin soll der Mann die Federführung des Projekts übernommen haben, der schon iTunes und den iPod auf den Weg brachte.

Jobs soll große Stücke auf ihn gehalten haben. Das Magazin "Time" berichtete einmal von einer vielsagenden Begebenheit: Demnach durfte Robbin dem Blatt vor mehreren Jahren nur anonym ein Interview geben. Jobs hatte zu große Angst, dass er abgeworben werden könnte.

Apple hüllt sich über die TV-Gerüchte wie üblich in geheimnisvolles Schweigen.

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