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Studie zu mobilem Internet: Jeder Vierte nutzt das Internet unterwegs

Studie zu mobilem Internet : Jeder Vierte nutzt das Internet unterwegs

Die Deutschen setzen immer stärker auf mobiles Internet. Während laut einer Studie der Initiative D21 aktuell jeder vierte Bundesbürger über Smartphones oder Tablet-Computer ins Netz geht, sehen Experten für die kommenden Jahre ein hohes Wachstumspotenzial in diesem Bereich.

Es sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Nutzer mobil im Netz unterwegs sein werden als bisher, sagte das Vorstandsmitglied der Initiative D21, Robert Wieland, bei der Vorstellung der Untersuchung "Mobile Internetnutzung - Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?" am Donnerstag in Berlin.

Der Studie zufolge sind bislang 26,5 Prozent der Deutschen mobil im Internet. Knapp 40 Prozent der Nutzer würden demnach deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Für die Erhebung wurden 1005 Personen ab einem Alter von 14 Jahren befragt. Als mobiler Internetnutzer gilt, wer das Netz eines Mobilfunkanbieters, beispielsweise das sogenannte G3-Netz, oder UMTS verwendet.

"Mobiles Internet ist extrem im Kommen"

Auch Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Nachfrage weiter steigen wird. "Das mobile Internet ist extrem im Kommen", sagte der IT-Experte Thomas Magedanz vom Fraunhofer-Institut. Deutschland hinke im Vergleich zu anderen Ländern beim Gebrauch von Smartphones zwar noch hinterher. Allerdings bestehe hier das größte Wachstumspotenzial, sagte der Wissenschaftler. So kann sich der Untersuchung zufolge knapp die Hälfte der Nutzer vorstellen, beim Surfen im Netz künftig ganz auf den heimischen PC zu verzichten und nur noch mobil ins Internet zu gehen.

Begünstigt wird der Trend hin zum mobilen Internet durch die immer größere Verbreitung der neuesten mobilen Geräte. Knapp 24 Prozent der Bevölkerung in Deutschland besitzen laut der Untersuchung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind.

Die Deutschen nutzen auch das mobiles Online-Banking

Auch ihre Bankgeschäfte wickeln die Deutschen immer häufiger mobil ab, sagte Jens-Olaf Bartels von der Fiducia IT AG, einem Dienstleiter für Banken, am Donnerstag. So sei allein die seit Mitte 2010 erhältliche iPhone-App der Volksbanken Raiffeisenbanken 300.000 Mal heruntergeladen wurden. Doch das mobile Online-Banking berge auch neue Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können.

Den Kunden seien Sicherheit und Datenschutz beim mobilen Abwickeln ihrer Bankgeschäfte sehr wichtig. Allerdings wollten viele für mehr Sicherheit nicht extra bezahlen, betonte Bartels.

Hier geht es zur Infostrecke: Zehn Tipps zum sicheren Surfen mit dem Smartphone

(APD)