Vorsicht Falle: Gratishandy häufig zu teuer

Vorsicht Falle : Gratishandy häufig zu teuer

Göttingen (rpo). Seit etwa einem Jahr bereichern zahlreiche neue Anbieter den Mobilfunkmarkt in Deutschland und sorgten seitdem für eine Preissenkung für das mobile Telefonieren um zwölf Prozent. Doch nicht selten entpuppt sich ein vermeintliches Billigangebot am Ende als teures Vergnügen.

Mehr als eine Million Kunden nutzen bereits die Angebote der neuen Discountanbieter. Nicht selten können sie durch die Offerten ihre Mobilfunkrechnung um die Hälfte senken.

Der Fachinformationsdienst teltarif.de hat die Angebote der Mobilfunk-Discounter nicht nur untereinander sondern auch mit den Offerten der Netzbetreiber verglichen.

Berücksichtigt werden dabei sowohl die Gesprächskosten über 24 Monate hinweg als auch der jeweilige Anschaffungspreis für ein neues Handy.

Das Ergebnis überrascht: Für den Zeitraum von 24 Monaten ist nicht etwa das Handy für wenige Euro vom Mobilfunknetzbetreiber das günstigere Angebot, sondern der reguläre Kauf des Handys in Verbindung mit einer Mobilfunk-Karte bei einem Discountanbieter.

"Mit einer SIM-Karte bei einem Discountanbieter spart der Kunde über 24 Monate gesehen häufig zwischen 200 und 350 Euro", stellt der Mobilfunk-Experte Martin Müller von teltarif.de dar. "Dies reicht dann locker für den Kauf eines schicken, neuen Handys."

"Auch die vermeintlich günstigen Prepaid-Bundles der Netzbetreiber rechnen sich nicht", sagt Müller. Nicht selten kosten die Originalangebote trotz SIM-Lock, also der Zwangskopplung von Handy und teurem Original-Prepaidtarif, genauso viel oder gar mehr als das entsprechende Handy im freien Handel.

Hier geht es zur Infostrecke: Handys im Test

(gms2)