Kindle Fire vs. Nexus 7 vs. Mini-iPad: Der Wettstreit der Mini-Tablet-PC

Kindle Fire vs. Nexus 7 vs. Mini-iPad : Der Wettstreit der Mini-Tablet-PC

Wem bislang das iPad von Apple zu teuer war und die Alternativen auch nicht gefielen, der sollte vielleicht noch etwas warten. Zum Jahresende dürfte es reichlich Auswahl vor allem an interessanten, kleinen Geräten geben, die halb so groß sind wie das derzeitige iPad.

Schon in den nächsten Wochen ist mit neuen Produkten von Amazon und Apple zu rechnen. Auch preislich scheint einiges in Bewegung zu sein. Google legte mit seinem kleinen, sieben Zoll großen Tablet-PC Nexus 7 vor, der in Deutschland zu Preisen ab 199 Euro zu haben ist.

In einer ähnlichen Region bewegte sich das in den USA sehr erfolgreiche Kindle Fire von Amazon, das außerhalb des Landes gar nicht angeboten wurde. In der vergangenen Woche nun erklärte Amazon, dass das Kindle Fire ausverkauft sei.

Tatsächlich heißt das wohl, dass Amazon die Produktion schon vor einer Zeit stoppte, um alles für ein neues Model vorbereiten zu können. Für Donnerstag wurde zu einer Pressekonferenz nach Santa Monica in Kalifornien eingeladen.

Das Kindle Fire kam im vergangenen November zum Preis von 199 Dollar in den Handel. Es hatte einen Farbbildschirm, konnte Anwendungen von Drittanbietern laden und stand damit in Konkurrenz zum iPad von Apple.

Es war zwar nur halb so groß wie ein iPad, kostete aber auch nur die Hälfte wie das billigste iPad. Das machte es recht erfolgreich. Zur Zahl der verkauften Geräte machte Amazon keine Angaben, erklärte aber, der Marktanteil in den USA über neun Monate habe bei 22 Prozent gelegen.

Es wäre damit das zweiterfolgreichste Gerät nach dem iPad. Tom Mainelli von der Marktforschungsfirma IDC erklärte, das stimme ungefähr mit seinen Schätzungen überein, dass 6,7 Millionen Fire in den USA verkauft worden seien.

In diesem Weihnachtsgeschäft dürfte es für den Fire-Nachfolger nicht so leicht werden. Analysten erwarten, dass Apple in den nächsten Wochen, Gerüchten im Web zufolge im Oktober, ein sogenanntes Mini-iPad vorstellt.

Das Gerät ist vermutlich nur halb so groß wie die bisherigen iPads, um neue Käuferschichten zu gewinnen und die Gefahr durch Kindle und Co. abzuwehren. Denn auch Google hat schon einen Tablet-PC in Kindle-Größe herausgebracht, das Nexus 7.

Tablet-PC machen E-Readern Konkurrenz

Die Hersteller fahren dabei mit ihren Geräten eine unterschiedliche Strategie. Während Apple mit jedem Gerät Gewinn machen will, gibt sich Amazon offenbar mit einem nur schmalen oder sogar gar keinem Gewinn zu Frieden.

Das Geld kommt dann über den Verkauf von E-Books, Filmen, Musik und Apps für diese Geräte herein. Die Tatsache, dass Amazon seinen App-Store inzwischen auch in Deutschland geöffnet hat, wurde schon als Hinweis gewertet, dass das nächste Amazon-Tablet vielleicht auch in Deutschland zu haben sein wird.

Der preisliche Rahmen, in dem sich Fire und Nexus 7 bewegen, macht zunehmend offenbar den einfachen E-Readern zu schaffen. Diese Geräte, die oft nur über einen Schwarz-weiß-Bildschirm verfügen, haben ihren Zenit nach Angaben der Marktforschungsfirma ABI Research im vergangenen Jahr überschritten.

Nach 15 Millionen E-Readern 2011 würden in diesem Jahr weltweit vermutlich nur noch elf Millionen Geräte abgesetzt, erklärte ABI-Analyst Joshua Flood. Das Verhältnis von verkauften Tablets zu E-Readern werde 2012 bei neun zu eins liegen. Ganz verschwinden würden E-Reader aber nicht, sagte Flood.

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(APD)