Nach Selbstmordserie in China: Apple gesteht schlechte Arbeitsbedingungen ein

Nach Selbstmordserie in China: Apple gesteht schlechte Arbeitsbedingungen ein

Der US-Technologiekonzern Apple hat schlechte Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern eingestanden. Laut einer internen Untersuchung, deren Ergebnisse am Freitag bekannt gegeben wurden, hielten nur 38 Prozent der Zulieferer die von Apple festgesetzte Norm einer maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden und einem garantierten freien Tag pro Woche ein.

Ein Drittel der Zulieferer waren nachlässig im Umgang mit gefährlichen Substanzen und ebenfalls ein Drittel hielt die Standards zur Verhinderung von Verletzungen nicht ein.
Die Organisation Fair Labor Association, die auf freiwilliger Basis die Einhaltung korrekter Arbeitsbedingungen überprüft, bescheinigte dem US-Technologiekonzern, dass er eine externe Untersuchung eingeleitet habe. Die gesamte Zuliefererkette solle überprüft werden, teilte die Fair Labor Association mit. Innerhalb von zwei Jahren wolle Apple die Normen der Vereinigung einhalten. Damit sei der High-Tech-Konzern in seiner Branche ein Vorreiter.

Vor zwei Jahren waren gegen den Produzenten von Marktrennern wie iPhone und iPad Vorwürfe laut geworden, nachdem in einer chinesischen Fabrik des taiwanesischen Zulieferers Foxconn eine Reihe von Arbeitern Selbstmord verübt hatten. Im vergangenen Jahr ließ das Unternehmen nach eigenen Angaben 200 Prüfberichte über seine Zulieferer anfertigen.

iPad3-Produktion gestartet

Einem US-Medienbericht zufolge hat Apple die Produktion des nächsten Modells seines populären Tablet-Computers iPad gestartet. Das iPad 3 habe einen Bildschirm mit besserer Auflösung und einen schnelleren Prozessor mit vier Rechenkernen, berichtete am Freitag die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Sie bezog sich dabei auf drei Personen, die mit dem Gerät vertraut seien. Das neue iPad solle im März auf den Markt kommen. Es sei auch für den neuen schnellen Datenfunk LTE gerüstet. Die Netze für das UMTS-Nachfolgeformat werden gerade in vielen Ländern aufgebaut.

Ein neues iPad-Modell wurde bereits für Frühjahr erwartet, etwa ein Jahr nach dem Start des iPad 2. Apple hatte das erste iPad im Frühjahr 2010 herausgebracht und damit die totgeglaubte Geräteklasse der Tablet-Computer wiederbelebt. Auch knapp zwei Jahre danach ist das iPad klarer Marktführer, obwohl immer mehr Konkurrenz-Tablets auf dem Markt kommen, vor allem mit dem Google-Betriebssystem Android.

Zuletzt preschte auch der Online-Einzelhändler Amazon mit seinem Kindle Fire in das Geschäft vor. Das Amazon-Tablet ist zwar technisch einfacher, aber dafür auch deutlich billiger als das iPad. Das Kindle Fire wird bisher allerdings nur in den USA verkauft.

Bloomberg zufolge soll die Anfang des Monats gestartete Produktion des iPad 3 im Februar die volle Auslastung erreichen. Während Konkurrenten wie Motorola oder Nokia bereits Smartphones mit LTE herausbringen, steige Apple mit dem Tablet-Computer in die neue Funktechnik ein, weil er eine stärkere Batterie habe. Das Display des neuen iPad werde mehr Bildpunkte als ein HD-Fernseher haben, ein neuer Grafikchip solle die Video-Wiedergabe verbessern, hieß es.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das Kultunternehmen Apple

(AFP/dpa)