Gerüchte um "Back to the Mac" Apple-Gemeinde fiebert dem Abend entgegen

Düsseldorf (RPO). Heute Abend 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit sollen die Mac-Fans unter den Apple-Jüngern endlich wieder auf ihre Kosten kommen: Nach dem Wirbel und iPhone und iPad des Apfel-Konzerns soll an diesem Abend endlich wieder der klassische Desktop-Computer von Apple im Mittelpunkt stehen.

iPod, Ping, AppleTV: Steve Jobs präsentiert Neuheiten
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Der wie gewohnt schweigsame US-Konzern hat zumindest eines schon verraten: Apple wird den geladenen Journalisten eine Vorschau auf das neue Mac OS X 10.7 Lion gewähren. Die Einladung ziert ein Löwenbildnis hinter einer Tür in Form des Apple-Logos. Die verschiedenen Versionen des Mac-Systems sind traditionell nach Raubtieren benannt. Außerdem wird eine neue Version des lange nicht aktualisierten MacBook Airs erwartet.

Mit der Materie vertraute Blogs erwarten außerdem eine neue Version der einsteigerfreundlichen Audio- und Videobearbeitungssoftware iLife. Auch über die Überarbeitung des Apples Office-Paket iWork wird spekuliert.

Schon gibt es außerdem erste Gerüchte darum, was sich mit der neuen Mac-OS-X-Version ändert: Das Blog MacStories berichtet, die Scrollbalken in der neuen Version des Betriebssystem bekämen die schlanke Optik von iOS, dem Betriebssystem von iPhone und iPad. Auch die Medienvorschau QuickLook soll dem Bericht zufolge optisch überarbeitet worden sein. Bisher war MacStories allerdings keine der üblichen Quellen für exklusive Apple-Informationen, die Gerüchte sind also mit Vorsicht zu genießen.

Bereits bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Montag hatte sich Apple-Chef Steve Jobs persönlich zu Wort gemeldet und Gerüchte über eine bevorstehende kleinere iPad-Variante mit 7-Zoll-Bildschirm zerstreut. Ein Tablet-PC mit kleinerem Bildschirm sei nicht sinnvoll, so Jobs.

Smartphones bringen Apple mehr Geld als Macs

Der Titel der Veranstaltung, "Back to the Mac" soll alle jene Lügen strafen, die schon mutmaßten, mit dem Erfolg von iPhone und iPad würde Apple seine alte und treue Fangemeinde rund um den Apple-PC vernachlässigen. Die Smartphone-Sparte ist inzwischen der größte Gewinnbringer des Konzerns, der Mac folgt auf Platz zwei und an dritter Stelle steht das iPad.

Aus dem Bereich der mobilen Geräte iPhone, iPod und iPad werden dem Veranstaltungstitel entsprechend keine Neuigkeiten erwartet. Allerdings könnte Apple den Veröffentlichungstermin der des Betriebssystems iOS in Version 4.1 für das iPad bekannt geben. Damit wäre unter anderem Multitasking nach dem iPhone auch auf dem iPad möglich.

Für das Jahresende hat Apple-Chef Jobs bei der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen noch "ein paar Überraschungen" angekündigt. Angesichts der enormen Barreserveren von 51 Milliarden Dollar, die Apple angehäuft hat, spekulieren viele auf die Übernahme eines Unternehmens. Das ist vor allem auch deshalb wahrscheinlich, da die Zinsen auf dem Geldmarkt derzeit so niedrig sind, dass Apple das Geld nicht zu attraktiven Konditionen anlegen kann.

Möglich wäre beispielsweise die Übernahme des britischen Prozessor-Herstellers ARM, auf dessen Architektur die Chips in iPhone und iPad basieren. Apple hatte den A4-Chip, der in den aktuellen iPad- und iPhone-Geräten steckt, bereits auf Grundlage des ARM-Designs entwickelt, die die auf Energieeffizienz optimiert sind. Andere spekulieren über eine mögliche Übernahme des Desktop-Prozessoren-Herstellers AMD oder gar des größten sozialen Netzwerks Facebook. Die "Los Angeles Times" erwischte Facebook-Chef Mark Zuckerberg bereits mit Steve Jobs.

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