Kamera-Tipps: So gelingen die besten Winterfotos

Spaziergang mit der Kamera : So gelingen Ihnen die besten Winterfotos

Auch wenn es draußen ungemütlich kalt ist: eine Fototour durch die heimische Winterlandschaft wird oftmals mit außergewöhnlichen Aufnahmen belohnt.

Die Fotografen von fotocommunity.de verraten ihre besten Tipps für einen fotografischen Winterspaziergang.

• Die beste Chance auf traumhafte Winterfotos besteht am frühen Morgen: Aufsteigender Nebel auf Feldern und Wiesen dämpft die Farben, verwischt harte Konturen und verleiht der Landschaftsaufnahme etwas Märchenhaftes, die tiefstehende Sonne hüllt die Szene in sanftes Licht.

• Auch Sonnenuntergänge eignen sich im Winter hervorragend als Motiv: Das Abendrot liefert spektakuläre Farbspiele als zu anderen Jahreszeiten und bietet zudem einen größeren Kontrast zur Eintönigkeit der Landschaft. Verschneite Flächen lassen sich besonders gut in Szene setzen, da sie nicht mehr weiß erscheinen, sondern das farbige Licht reflektieren.

• Raureif und Eisblumen sorgen für magische Winterfotos, treten aber im Gegensatz zu Frost relativ selten auf. Die besten Chancen auf Raureif-Bildung bestehen morgens bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit von über 90 % und einer Luftemperatur von unter -8 °C. Kreativ-Tipp: Eine Sprühflasche mit Wasser mitnehmen und Pflanzendetails wie Blätter, Grashalme, Beeren oder Zapfen einsprühen. Durch die Vereisung ergeben sich schöne Effekte, die im Gegenlicht fotografiert am besten zur Geltung kommen.

• Weißer Schnee und blauer Himmel machen noch kein interessantes Winterfoto aus. Wer gewohnte fotografische Pfade verlässt und zudem wetterfest ist, wird mit außergewöhnlichen Winterfotos belohnt. Sturm, düstere Wolkenformationen und Schneefall lässt sich am besten in Szene setzen, wenn der Horizont außermittig platziert und dem Himmel viel Raum gegeben wird.

• Wildtiere lassen sich im Winter besonders gut auf Fotos einfangen, denn das kahle Unterholz bietet den Tieren schlechtere Versteckmöglichkeiten. Die besten Chancen auf Wildtierfotos bieten sich in umittelbarer Nähe von Hoch- bzw. Jägersitzen, die sich an Waldrändern befinden, wobei sich der Fotograf stets so positionieren und verhalten sollte, dass er die Tiere nicht stört.

• Akkus liefern bei Kälte weniger Leistung. Es empfiehlt sich, mindestens einen Ersatzakku mitzuführen und Akkus körpernah zu transportieren, zum Beispiel in der Hosentasche. Ein im Ofen angewärmtes Kirschkernkissen hält Kamera und Objektive im Fotorucksack eine Weile auf materialfreundlicher Temperatur.

• Handschuhe mit feinen Kuppen erleichtern die Bedienung der Kamera und halten die Finger warm. Es müssen keine teuren Fotohandschuhe sein: auch Reit-, Fahrrad- oder Laufhandschuhe haben sich bewährt.

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(csr)
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