Youtube hebt seriöse News-Quellen hervor - Kampf gegen Fake News

Kampf gegen Fake News: Youtube hebt seriöse News-Quellen hervor

Youtube hat neue Maßnahmen im Kampf gegen Fake News angekündigt. Unter anderem sollen Videos aus verlässlichen Nachrichtenquellen künftig prominent in den Rubriken „Top News“ und „Breaking News“ hervorgehoben werden.

Das kündigte die Tochter des US-Internetkonzerns Google in einem Blogeintrag an. Youtube setzt außerdem auf Textinhalte: Bei großen Ereignissen wie Naturkatastrophen, zu denen Nutzer schnell eine unübersichtliche Vielzahl von Videos hochladen, will das Portal in seinen Suchergebnissen in Zukunft Auszüge aus Nachrichtenartikeln veröffentlichen.

Allgemein bekannte historische und wissenschaftliche Themen, die bereits häufig Gegenstand von Fehlinformationen waren, sollen zur besseren Einordnung zudem mit Informationen von Drittanbietern wie Wikipedia verlinkt werden, kündigt Youtube an und nennt als Beispiel unter anderem die Mondlandung.

Daneben will Youtube rund 21 Millionen Euro aus dem Topf der „Google News Initiative“ (GNI) in die Verbesserung des „Nachrichten-Ökosystems im Online-Video-Bereich“ investieren. Eine Arbeitsgruppe mit Nachrichtenanbietern und Fachleuten aus aller Welt soll bei der Entwicklung neuer Funktionen für die Nachrichtennutzung helfen.

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In rund 20 Ländern, darunter Deutschland, würden außerdem Finanzmittel bereitgestellt, um Nachrichtenanbieter „beim Aufbau eines nachhaltigen Videogeschäfts zu unterstützen“. Zusätzlich will Youtube ein weltweit tätiges Team aufbauen, dass Nachrichtenmedien durch Schulungen unter anderem in den Bereichen Formate und Publikumsentwicklung unterstützt.

Über die GNI stellt Google über die kommenden drei Jahre hinweg insgesamt rund 270 Millionen Euro bereit. Unter dem neuen Dach der Initiative hatte der Internetkonzern im vergangnen März seine Aktivitäten zur Unterstützung von Medien gebündelt.

Die GNI basiert zu wesentlichen Teilen auf der Arbeit der „Digital News Initiative“ (DNI), die der US-Konzern vor drei Jahren mit Verlags- und Journalismuspartnern in Europa gestartet hatte. Als neues Element waren unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung von irreführenden Inhalten auf den hauseigenen Plattformen des Konzerns angekündigt worden.

(csr/epd)