Whatsapp und Co. Mehr als jeder zweite Nutzer telefoniert per Messanger

Whatsapp und Co.: Mehr als jeder zweite Nutzer telefoniert per Messenger

Messenger wie Whatsapp werden nicht allein zum Nachrichten schreiben oder für Sprachnachrichten genutzt. Auch das Telefonieren über solche Anbieter gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das zeigt eine neue Studie.

Mehr als jeder zweite Messenger-Nutzer telefoniert auch über Whatsapp oder andere Anbieter. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Branchenverbands Bitkom hervor. Bei den unter 20-Jährigen beträgt der Anteil demnach sogar fast 80 Prozent.

Befragt wurden für die Studie im Auftrag von Bitkom 1074 Nutzer von Messenger-Diensten ab 14 Jahre. Insgesamt betrug der Anteil der Nutzer der Telefonfunktion von Messenger-Diensten demnach 51 Prozent. Bei den unter 20-Jährigen waren es 78 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen 48 Prozent und bei den ab 50-Jährigen etwa 44 Prozent.

Videoanrufe per Messenger tätigen der Studie zufolge 31 Prozent der Nutzer. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 42 Prozent.

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"Telefonate via Messenger sind für die Nutzer äußerst komfortabel - auch über Ländergrenzen hinweg und ohne Extrakosten, selbst wenn es um den halben Globus geht", erklärte dazu die Bitkom-Expertin Linda van Rennings. "Insbesondere für Jüngere ist die App-Telefonie zur Standard-Funktion eines jeden Messengers geworden."

Neben der Standardfunktion des Versendens von Textnachrichten und dem Telefonieren nutzen der Studie zufolge auch 70 Prozent der Befragten Messenger-Dienste zum Versenden von Bildern oder Videos. Einen Gruppenchat hat mehr als jeder Dritte schon erstellt. Nur 16 Prozent verwenden auch die News-Funktion, wo diese angeboten wird.

Das Einsatzgebiet der Messenger ist laut Bitkom fast ausschließlich die private Kommunikation. Nur zehn Prozent gaben an, auch schon einmal zum Beispiel mit einem Unternehmen in Kontakt getreten zu sein, etwa mit dem Kundendienst. Die Untersuchung ist Teil einer umfassenderen Internetstudie von Bitkom mit 1212 befragten Internet-Nutzern.

(das/AFP)