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#Weilwirdichlieben - BVG erntet Shitstorm auf Twitter

#Weilwirdichlieben : Twitter-Nutzer lästern über Berliner Verkehrsbetriebe

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollten von ihren Fahrgästen wissen, was sie am öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt so schätzen. Das ging daneben. Die Berliner Passagiere nutzen den Hashtag #Weilwirdichlieben stattdessen, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Zu den beliebtesten Unternehmen der Hauptstadt dürften die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ohnehin nie gehört haben. Höchste Zeit also für eine Image-Kampagne, dachten sich wohl einige Marketing-Profis der städtischen Verkehrsgesellschaft. Unter einem eigens dafür eingerichteten Twitteraccount und dem Hashtag "#Weilwirdichlieben" sollten die Passagiere der BVG die Möglichkeit bekommen, sich einmal über die schönen Seiten des öffentlichen Nahverkehrs auszulassen.

Hallo Berlin! Wir eröffnen hiermit unseren #weilwirdichlieben-Account. Mit Herz und Hashtag. Einsteigen bitte! pic.twitter.com/lsusIi7E91

Nun scheinen die Berliner aber so gar keine Lust darauf zu haben, ihre Verkehrsgesellschaft mit Lobeshymnen zu überschütten. Stattdessen machen unter dem Hashtag nun tausende Fahrgäste mal auf mehr, mal auf weniger ironische Weise ihrem Ärger über die BVG Luft.

Hier nur einige Beispiele:

25 Minuten auf den #M29 warten, und dann kommen 5 hintereinander und machen Elefantenrennen. #weilwirdichlieben

#weilwirdichlieben verschandeln wir unsere Züge selbst, damit es nicht irgendwelche Kids machen müssen.

#WeilWirDichLieben nehmen Automaten teilweise immer noch keine neuen Scheine an.

#WeilWirDichLieben kommen unsere Busse und Bahnen, wann sie wollen, egal was so ein sturer Fahrplan verlangt <3

Etwas Gutes hatte der Shitstorm für die BVG dann aber doch. Die Verkehrsgesellschaft hat mittlerweile darauf reagiert und Besserung gelobt. Dabei bewiesen die Mitarbeiter auch Humor.

Liebe Stormerinnen und Stormer, wir lesen #weilwirdichlieben aufmerksam und werden euren Input sammeln und aufarbeiten.

Wir sagen mal so: Alles, was schwarz-gelb ist, hat es zur Zeit nicht leicht. Aber wir bleiben am Ball!