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Meinung · Auch wenn es noch nicht um Gesichtserkennung geht, wirft der Einsatz von KI im öffentlichen Raum viele ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen auf. Der Einsatz darf kein weiterer Schritt hin zum Überwachungsstaat sein.

Überwachungskamera (Symbolbild).

Überwachungskamera (Symbolbild).

Foto: dpa/Patrick Pleul

In einem Test an einer Londoner U-Bahn-Station hat Transport for London (TfL) ein KI-System eingesetzt, um Verbrechen und Waffen, auf die Gleise gefallene Personen und Schwarzfahrer zu erkennen. Tausende von Fahrgästen wurden in ihren Bewegungen, ihrem Verhalten und ihrer Körpersprache beobachtet. Von Oktober 2022 bis September 2023 wurden elf Algorithmen ausprobiert. Im Rahmen des Tests hat die Verkehrsbehörde zum ersten Mal KI mit Live-Videomaterial kombiniert. Es wurden mehr als 44.000 Warnungen ausgegeben, von denen 19.000 in Echtzeit an das Bahnhofspersonal übermittelt wurden.

TfL erklärte, dass das System getestet wurde, um die Qualität des Personals an den Bahnhöfen zu verbessern und die Sicherheit für die Fahrgäste zu erhöhen. In den vergangenen Jahren hat der Einsatz von KI im öffentlichen Raum zugenommen – oft unter dem Deckmantel von Smart-City-Konzepten. Im Juli letzten Jahres wurde berichtet, dass mehrere U-Bahn-Stationen in New York City KI einsetzten, um Schwarzfahrer zu erfassen. Auch wenn es noch nicht um Gesichtserkennung geht, wirft der Einsatz von KI im öffentlichen Raum zur Identifizierung von Verhaltensweisen und zur Analyse der Körpersprache viele der gleichen ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen auf.

Solche Überwachungssysteme könnten in Zukunft leicht auf ausgefeiltere Erkennungssysteme oder Gesichtserkennungssoftware ausgeweitet werden, die versucht, bestimmte Personen zu identifizieren. Auch wenn diese Technologien nur eingesetzt werden, um dem Personal zu helfen, zu verstehen, was auf dem Bahnhof vor sich geht, sollten sie nur mit dem Vertrauen, der Zustimmung und der Unterstützung der Öffentlichkeit eingesetzt werden. Die Gefahr ist groß, dass man sich verrennt. Die Normalisierung der KI-gestützten Überwachung an Verkehrsknotenpunkten ist ein Abhang in Auch wenn es noch nicht um Gesichtserkennung geht, wirft der Einsatz von KI im öffentlichen Raum zur Identifizierung von Verhaltensweisen und zur Analyse der Körpersprache viele der gleichen ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen auf und muss Gegenstand größerer Transparenz und öffentlicher Konsultation sein.

Unsere Autorin ist Start-up-Gründerin und Sprecherin der Initiative NRWAlley. Sie wechselt sich hier mit Blogger Richard Gutjahr ab.

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