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Tony Blair: Weihnachtskarte erntet Spott im Netz

Früherer britischer Premier : Tony Blairs Weihnachtskarte erntet Spott im Netz

Eigentlich sollte es eine nette Geste sein, doch der Schuss ging nach hinten los: Tony Blair hatte eine ganz persönliche Weihnachtskarte anfertigen lassen, auf der er mit seiner Frau zu sehen ist. Im Netz aber hagelt es reichlich Spott dafür. Der Grund: der gekünstelte Gesichtsausdruck des früheren britischen Premierministers.

Gedacht war die Karte mit den weihnachtlichen Grüßen für Freunde und Kollegen, wie der US-Sender NBC News von Blairs Büro erfuhr. Man selbst habe sie nicht ins Netz gestellt, "aber sicherlich einer der Empfänger", hieß es. Und dort verbreitet sich die Karte seit Tagen wie ein Lauffeuer. Denn Blair, der sich extra mit seiner Frau für die Weihnachtskarte hatte fotografieren lassen, zeigt auf dem Bild ein derart gekünsteltes Lächeln, dass mancher sogar an einen Fake glaubte.

Doch die Karte stammt tatsächlich aus dem Hause Blair und wurde innerhalb kürzester Zeit zum viralen Hit. "Erschreckend", "der Stoff für Albträume" kommentieren User etwa bei Twitter das Foto des früheren britischen Premiers. Stoff ist die Karte aber auch für so manchen Bastler. Denn innerhalb kürzester Zeit wurden jede Menge Fotomontagen ins Netz gestellt, die das Motiv aufgriffen. So ist anstelle von Blairs Gesicht mal ein Alien-Kopf zu sehen, an anderer Stelle bekam er die Zähne des "Beißer" aus den James-Bond-Filmen verpasst.

Gemälde wurden ebenfalls genutzt, um die Blairs vor einen "passenden" Hintergrund zu stellen — wie etwa "Der Schrei" von Edvard Munch. Ein anderer Twitterer wiederum zeigte gleich mehrfach das Gesicht Blairs und schrieb dessen Emotionen darunter. Der frühere britische Premier ist also bei gleichem Gesichtsausdruck "traurig", "glücklich" oder auch "frustriert".

Ob er selbst inzwischen frustiert ist aufgrund der Reaktionen auf die Karte im Netz, ist nicht bekannt. Sein Büro jedenfalls kommentierte das Weihnachtsfoto der Blairs laut dem britischen "Telegraph" als ein "sehr schönes Foto". In gewisser Weise dürften dies die Spötter in den sozialen Netzwerken sogar bejahen.