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Wirbel um illegale Filmeseite: Studie über Kino.to-Nutzer bleibt geheim

Wirbel um illegale Filmeseite : Studie über Kino.to-Nutzer bleibt geheim

Düsseldorf (RPO). Nutzer des inzwischen abgeschalteten Filme-Portals kino.to gehen offenbar öfter ins Kino und kaufen mehr DVD-Filme als andere. Zu diesem Schluss kommt Medienberichten zufolge eine Studie der GfK. Die Untersuchung soll der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden.

Es war eine der spektakulärsten Aktionen der Staatsanwalt gegen die illegale Verbreitung von Filmen und Serien überhaupt. Anfang Juni schlug die Polizei gegen die Betreiber des Online-Portals kino.to zu. In mehreren europäischen Ländern wurde insgesamt 13 Personen festgenommen.

Gegen die Drahtzieher wird wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen ermittelt. Dem Chef droht einem Bericht des "Focus" zufolge eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.

Die seit langem unter rückläufigen Gewinnen leidende Filmindustrie wertete die Schließung der Seite als großen Erfolg gegen Urheberrecht-Piraten. Jetzt sorgt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Medienberichten zufolge für Aufsehen.

Nach Informationen des Online-Mediums Telepolis beweist eine Studie der GfK, dass ausgerechnet Nutzer von kino.to viel Geld in die Kassen der Filmindustrie spülen. Da die Nutzer oft leidenschaftliche Filmfans sind, kaufen sie der Studie zufolge mehr DVD-Filme und gehen öfter ins Kino. "Wir haben nicht damit gerechnet", zitiert Telepolis einen nicht näher genannten GfK-Mitarbeiter.

Die GfK wird die Studie einem Bericht von "Zeit Online" zufolge aber nicht veröffentlichen und auch den Auftraggeber der Untersuchung nicht nennen. "In unseren Geschäftsbedingungen sichern wir allen Auftraggebern zu, dass wir die Studien weder öffentlich begleiten noch publizieren, es sei denn, das wird vom Auftraggeber ausdrücklich gewünscht", wird ein Mitarbeiter zitiert.

Die Filmpiraten haben inzwischen die illegale Nachfolgeseite ins Netz gestellt. Name: kinox.to.

(csi)