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Beschwerde bei EU-Komission: Student kämpft um Datenschutz bei Facebook

Beschwerde bei EU-Komission : Student kämpft um Datenschutz bei Facebook

Im Kampf für eine Verbesserung des Datenschutzes beim Onlinenetzwerk Facebook hat eine österreichische Studentengruppe am Dienstag die Nutzer aufgerufen, bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen die irische Datenschutzkommission einzureichen.

Die Studentengruppe "Europe versus Facebook" wirft der Behörde vor, Facebook nicht für die Verletzung der dem Unternehmen gesetzten Frist zur Rechenschaft zu ziehen. Auf ihrer Webseite stellt die Gruppe Formulare zur Verfügung, um die EU-Kommission zum Eingreifen aufzufordern.

"Es scheint, als lasse sich die irische Behörde mit Freuden von Facebook auf der Nase herumtanzen", erklärte der 24-jährige Sprecher der Gruppe, Max Schrems. Die irische Datenschutzkommission ist für Facebook zuständig, weil das US-Unternehmen seine Europa-Zentrale in Dublin hat.

Nach mehreren Anzeigen gegen Facebook hatte die Behörde dem Unternehmen eine Frist bis zum 31. März gesetzt, um seine weltweiten Datenschutzrichtlinie anzupassen. Es sei jedoch nichts geschehen, kritisierte die Studentengruppe am Dienstag.

Wie die Gruppe erklärte, wolle die Behörde trotz des Verstreichens der Frist keine Sanktionen verhängen, sondern bis Ende April eine Lösung suchen. Schrems hatte die irische Datenschutzkommission eingeschaltet, nachdem er von Facebook auf Nachfrage mehr als 1200 ausgedruckte Seiten mit seinen persönlichen Informationen erhalten hatte, auf denen sich auch längst gelöschte Daten wiederfanden. Facebook wird immer wieder wegen der Missachtung europäischer und internationaler Datenschutz-Bestimmungen kritisiert.

(AFP)