Soziales Netzwerk: Facebook führt Änderungen bei Smartphone-App durch

Seit Dienstag verfügbar : Facebook-Smartphone-App erhält neuen Anstrich - diese Änderungen gibt es

Facebook hat die Gestaltung der Smartphone-App des sozialen Netzwerks geändert. Die neueste Version bringt einige Veränderungen für die User mit.

Die am Dienstag freigeschaltete Version soll es den Nutzern erleichtern, mithilfe von Gruppen-Funktionen andere Menschen mit gemeinsamen Interessen zu finden. Firmenchef Mark Zuckerberg stellte sie auf der jährlichen Entwickler-Konferenz F8 vor. Facebook plant zudem eine Version seiner Messenger-App für Desktop-Computer.

Gruppen haben Facebook bereits Probleme bereitet, insbesondere die Gruppen, die sich um extremistische Inhalte scharen. Zuckerberg sagte, sei Unternehmen arbeite daran, „schädlichen Inhalt“ zu entfernen und die Bedeutung von Gruppen zu mindern, in denen irreführende Informationen verbreitet würden.

Auf der Entwicklungskonferenz verkündete Zuckerberg zudem, dass künftig der Fokus von Facebook auf den Schutz der Privatsphäre liegt.

„Die Zukunft ist privat“, verkündete Zuckerberg auf der Entwicklerkonferenz F8 im kalifornischen San Jose am Dienstag. „Privatsphäre gibt uns die Freiheit, wir selbst zu sein.“ Insbesondere mit der zunehmenden globalen Vernetzung würden solche Rückzugsräume besonders wichtig.

Damit legte der Facebook-Gründer bei seinen bisherigen Ankündigungen nach, die Plattform stärker auf verschlüsselte private Kommunikation auszurichten. Das Online-Netzwerk war zuletzt nach Datenschutz-Skandalen und Datenpannen massiv unter Druck geraten.

Er verstehe deshalb, dass viele nicht glaubten, dass Facebook es damit ernst meine, räumte Zuckerberg ein. „Wir haben derzeit nicht die beste Reputation, was den Schutz der Privatsphäre angeht, um es freundlich zu formulieren“, sagte er. Aber Facebook habe in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt, dass das Online-Netzwerk sich verändern könne. Die Neuausrichtung werde auch Änderungen erfordern, wie das Unternehmen geführt werde. In den vergangenen Jahren hatte Zuckerberg noch gesagt, es sei die Mission von Facebook, die Welt stärker zu vernetzen. Jetzt spricht er davon, dass sich Menschen online sowohl in öffentlichen als auch in strikt privaten Räumen bewegen wollten.

Ein zentrales Element der neuen Strategie sind Facebooks Chat-Dienste WhatsApp und der Facebook Messenger. Hier will Zuckerberg stärker die Kommunikation der Nutzer mit Freunden und Familie organisieren. Auch Messenger wird nun auf Komplett-Verschlüsselung umgestellt.

WhatsApp, der andere Chatdienst von Facebook, hat bereits seit langem die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der grundsätzlich nur Absender und Empfänger die Inhalte sehen können. Beim Messenger verzichtete Facebook darauf - unter anderem, um die Plattform besser für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden öffnen zu können, wie es hieß. Für die Übermittlung vertraulicher Informationen konnte man aber bereits in einen abgesicherten Modus gehen.

(mja/dpa)
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