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Nach dem "Psycho-Experiment": So schlagen Sie Facebook ein Schnippchen

Nach dem "Psycho-Experiment" : So schlagen Sie Facebook ein Schnippchen

Das Gefühls-Experiment von Facebook hat in dieser Woche für viel Aufsehen gesorgt - zumindest bleibt bei vielen Nutzern ein mulmiges Gefühl zurück. Das muss nicht sein. Mit wenigen Klicks können Sie zurückschlagen und Facebook mit eigenen Mitteln schlagen - und nebenbei sich selbst glücklicher fühlen.

Facebook hat keine gute Figur bei der Aufarbeitung der Empörungswelle nach dem Bekanntwerden der Emotionsstudie gemacht. Das Statement liest sich wie eine lästige Pflichtübung.

Die Aufregung um ein "Psycho-Experiment" mag berechtigt sein. Was bleibt, ist auf jeden Fall ein mulmiges Gefühl, jüngst manipuliert worden zu sein. Doch für die meisten Leser dieser Seite gibt es Entwarnung: Das Experiment ist bereits vor mehr als zwei Jahren durchgeführt worden und hat den englischsprachigen Raum betroffen.

Was vielen Nutzern von sozialen Netzwerken nicht klar ist: Anbieter wie Google, Apple, Amazon und eben auch Facebook messen alles. Jede Änderung wird einer genauen Analyse unterzogen. Aus diesen Messwerten werden Rückschlüsse gezogen, ob eine Änderung erfolgreich ist, oder rückgängig gemacht werden muss. Was für Internet-Konzernte Alltag ist, bleibt den Nutzern unbewusst. Vielleicht erklärt dies die lieblose Reaktion des sozialen Netzwerks.

Mit drei Schritten auf Facebook glücklicher werden

Doch Facebook-Nutzer können der Studie auch etwas Positives abgewinnen: Einer der Autoren der Studie erläuterte, es sollte die Sorge überprüft werden, ob Menschen sich ausgeschlossen fühlen, wenn sie positive Nachrichten ihrer Freunde sehen. Deswegen wurde einigen nur Positives und anderen nur Negatives angezeigt. Die Studie ergab aber, dass Menschen, die mehr positive Nachrichten sahen, etwas eher dazu neigten, auch selbst Einträge mit positivem Inhalt zu veröffentlichen - und umgekehrt.

Mit dem Studien-Ergebnis im Kopf können Nutzer selbst etwas unternehmen, wenn ihnen die Facebook-Inhalte auf die Nerven gehen. Statt Facebook filtern zu lassen, können Nutzer selbst filtern. Facebook bietet Werkzeuge, um Inhalte von Freunden zu verbergen, ohne dass man sich entfreunden muss.

Der Trick: Freunde, die für ihre schlechtlaunigen Inhalte bekannt sind, können so eingestellt werden, dass deren Inhalte kaum oder gar nicht zu sehen sind. Freunde, die gute Laune mit sich bringen, können hervorgehoben werden.So wird Facebook nicht nur mit seinen eigenen Waffen geschlagen, sondern die Nutzer fördern auch die eigene gute Stimmung.

Schritt 1: Freunde verbergen

Wenn Inhalte von Freunden nicht mehr im News-Feed angezeigt werden sollen, können Sie dies auf zwei Arten ändern. Entweder klicken Sie auf den Ausklapp-Pfeil in der rechten, oberen Ecke eines Postings. Dort können Sie auf "(Name) nicht mehr abonnieren" klicken. Oder Sie rufen die Facebook-Chronik des Freundes auf. Neben dem Button "Nachricht senden" gibt es den Button "Abonniert". Durch einen Klick entfolgen Sie die Inhalte des Nutzers. Der Freund kann nicht sehen, wenn Sie seine Inhalte nicht mehr abonnieren.

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Schritt 2: Freunde hervorheben

Wenn ein Freund für besonders gute Laune sorgt, können Sie sich sogar über jedes Posting informieren lassen. Gehen Sie dazu auf die Chronik des Freundes. Klicken Sie auf den Button "Freunde". Dort finden Sie den Link "Benachrichtigungen erhalten". Schon werden Sie bei neuen Inhalten benachrichtigt.

Schritt 3: Facebook weniger filtern lassen

Facebook bietet auch einen ungefilterten News-Feed an. Rufen Sie Ihren News-Feed auf und suchen Sie die Schaltfläche "Neuigkeiten". Daneben finden Sie einen kleinen Pfeil. Der Klick auf diesen Pfeil lässt Sie zwischen "Hauptmeldungen" und "Neueste Meldungen" auswählen. Wenn Sie die neuesten Meldungen wählen, werden alle neuen Inhalte Ihrer nicht ausgeblendeten Freunde angezeigt. Bei den Hauptmeldungen wählt Facebook aus.

(dafi)