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Mitten in Second Life (2): Shopping für umsonst

Mitten in Second Life (2) : Shopping für umsonst

Düsseldorf (RPO). Einkaufen habe ich mir anders vorgestellt. Mein Avatar steht vor riesigen, quadratischen Holzkisten, die sich mehrere Ebenen hoch stapeln. Gibt es hier Kisten zu kaufen? Sind hier gefährliche Monster eingesperrt, die die Käufer anfallen würden? Ich bewege mich vorsichtig auf diese Riesenwürfel zu. Plötzlich blinkt eine Beschriftung auf: "76 Vehicles – L$ 0". So viele Autos? In so einer Kiste? Vor lauter naiver Verwunderung vergesse ich, meinen Avatar anzuhalten und schon falle ich von der zweiten Einkaufsebene herunter auf den Betonboden.

Düsseldorf (RPO). Einkaufen habe ich mir anders vorgestellt. Mein Avatar steht vor riesigen, quadratischen Holzkisten, die sich mehrere Ebenen hoch stapeln. Gibt es hier Kisten zu kaufen? Sind hier gefährliche Monster eingesperrt, die die Käufer anfallen würden? Ich bewege mich vorsichtig auf diese Riesenwürfel zu. Plötzlich blinkt eine Beschriftung auf: "76 Vehicles — L$ 0". So viele Autos? In so einer Kiste? Vor lauter naiver Verwunderung vergesse ich, meinen Avatar anzuhalten und schon falle ich von der zweiten Einkaufsebene herunter auf den Betonboden.

Während sich mein Avatar langsam aufrappelt, wundere ich mich: Hier also gehen die Avatare shoppen, die kein Geld haben. Zwar regiert Geld auch in Second Life die Welt — wer keins hat, kann kein Land besitzen. Aber das hindert gerade die Einsteiger nicht daran, ganz ohne Kohle fleißig einzukaufen. Denn überall gibt es "Freebies", Dinge gratis. Als ich davon hörte, war ich begeistert: Einkaufen ohne Geld! Super. Klar, dass das auch so ziemlich das Erste ist, was ich in meinem neuen zweiten Leben ausprobiere.

Gleich der erste Avatar, den ich angequatscht habe, konnte mir in Sachen Shoppen ohne schlechtes Gewissen weiterhelfen. Freebie Warehouse 5000 ist für mittellose Einsteiger wie mich offenbar der angesagte Ort. Leider zu angesagt, das Teleportieren scheitert, weil die Gegend derzeit zu voll ist — wegen Überfüllung geschlossen, sozusagen. Ungeduldig, wie ich bin, klicke ich von jetzt an jede Minute auf den "Teleport"-Button. Nach dem fünften Versuch verschwinde ich kurz in die Küche — die reale, wirkliche Küche in meiner Wohnung —, um mir ein ganz reales Glas Campari-Orangensaft zu mixen. Der Ausflug in die wirkliche Welt war offenbar genau richtig. Denn als ich wieder bequem auf meinem Sofa sitze und erneut den "Teleporter" bemühe, passiert etwas: Ein Wartebalken erscheint und nach ein paar Sekunden baut sich ein neues Bild auf.

Holzkisten statt Schaufenster

Anprobieren in aller Öffentlichkeit?

Hier geht es zur Bilderstrecke: Second Life: Einkaufen ohne Geld