"Stonewall": Roland Emmerich kündigt neuen Film bei Facebook an

"Stonewall" : Roland Emmerich kündigt neuen Film bei Facebook an

Mit Filmen wie "Independence Day", "2012" oder "White House Down" ist der deutsche Regisseur Roland Emmerich in die Riege der ganz großen in Hollywood aufgestiegen. Jetzt hat er bei Facebook sein neuestes Filmprojekt angekündigt.

"Stonewall" soll der neue Streifen heißen und noch in diesem Frühjahr will der gebürtige Stuttgarter mit den Dreharbeiten beginnen.

Im Zentrum des Films soll das "Stonewall Inn" in New York stehen, wohl eine der bekanntesten Bars für Homosexuelle überhaupt. Im Jahr 1969 waren diese sogenannten Schwulenbars in New York zwar legal, doch in der Nacht von 27. auf den 28. Juni wurde im Stonewall Inn trotzdem eine Razzia durchgeführt.

An diesem Tag hielten sich in der Stadt ganz besonders viele Homosexuelle auf - über 10.000 sollen es gewesen sein -, da eine Ikone der Schwulenbewegung beigesetzt worden war: die Schauspielerin und Sängerin Judy Garland.

An diesem Abend ließen die im Stonewall Inn versammelten Menschen die Polizeikontrollen nicht wie üblich über sich ergehen, sie wehrten sich. Wie genau der später als Stonewall-Aufstand bezeichnete Tumult ausbrach, ist ungeklärt. Jedenfalls kam es zu einer handfesten Schlägerei, die angerückten Polizisten wurden vertrieben.

In der Nacht kam es zu weiteren Übergriffen, mehrere Polizisten und Homosexuelle wurden, teilweise schwer, verletzt. 400 Polizisten wurden gegen rund 2000 Protestierende eingesetzt.

Dieser Aufstand gilt in der Homosexuellen-Szene als ein Wendepunkt. Galt es bis dahin immer, für Toleranz in der heterosexuellen Bevölkerungsmehrheit zu werben, stand nun plötzlich ein neues Selbstbewusstsein im Vordergrund. Schwule und Lesben waren stolz auf sich und ihren Lebensstil.

Ein Jahr nach dem Aufstand organisierte die Gay Liberation Front einen Gedenkmarsch vom Greenwich Village zum Central Park in New York. Zwischen 5000 und 10.000 Menschen sollen daran teilgenommen haben, es sollte der erste Christopher Street Day sein, dessen Tradition bis heute fortlebt.

Roland Emmerich will auf einer Facebookseite laufend über den Fortgang seines Projektes berichten.

(csr)