Vorsicht beim Verkaufen Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche bei Ebay Kleinanzeigen

Düsseldorf · Die Maschen von Betrügern im Internet werden immer dreister und perfider. Nun gibt es eine neue Phishing-Betrugsmasche bei Ebay Kleinanzeigen. Warum Verkäufer jetzt besonders vorsichtig sein sollten.

Phishing-Mails erkennen-  die häufigsten Maschen der Betrüger​
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Phishing-Mails erkennen — die häufigsten Maschen der Betrüger

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Foto: dpa-tmn/Zacharie Scheurer

Normalerweise laufen Käufe und Verkäufe bei Ebay Kleinanzeigen immer nach demselben Schema ab: Jemand inseriert ein Angebot, ein Interessent meldet sich und im Anschluss wird verhandelt. Werden sich beide Parteien einig, geht das verkaufte Produkt an den Käufer. Meistens wird dabei über den Messenger bei Ebay Kleinanzeigen kommuniziert. Für die spätere Kaufabwicklung oder spezielle Fragen werden aber auch oft private Handynummern oder Email-Adressen ausgetauscht. So weit, so simpel. Doch genau dies nutzen Betrüger, um an Daten der Verkäufer zu ergattern.

So fordern die Betrüger bei der aktuell um sich greifenden Betrugsmasche direkt die Kontaktdaten des Verkäufers an - meistens ohne überhaupt davor verhandelt zu haben. Die Gründe dafür sind ganz verschieden. Mal soll die Bezahlfunktion bei Ebay Kleinanzeigen nicht funktionieren, mal wolle man einfach nicht bei Ebay, sondern lieber per Mail, SMS oder Whatsapp kommunizieren. Wer dann seine Daten leichtfertig herausgibt und dann auch noch auf Links in den Emails klickt, läuft Gefahr, auf einer Phishing-Seite zu landen.

Genau darum warnt auch die Polizei Konstanz vor der neuen Betrugsmasche und zeigt anhand eines Falles, in dem ein 26-jähriger Mann zum Betrugsopfer wurde, mit welchen einfachen Tricks die Betrüger an die benötigten Daten kommen. Der Mann inserierte ein Buch zum Verkauf bei Ebay Kleinanzeigen und bekam schon kurze Zeit später eine Nachricht einer vermeintlichen Kaufinteressentin über die Chat-Funktion der Plattform.

In ihrer Nachricht gab die Betrügerin an, das Bezahlen würde bei Ebay Kleinanzeigen nicht funktionieren und die Kaufabwicklung müsse über eine angebliche neue Bezahlmethode von Ebay vollzogen werden. Dazu müsse er über einen Link, der ihm per Mail zugesandt wurde, auf die scheinbar neue Bezahlwebsite zugreifen. Nachdem der 26-Jährige dann auf der Phishing-Seite seine Kontodaten angab, um das Geld der angeblichen Kaufinteressentin zu erhalten, musste er später schmerzlich feststellen, dass mehrere tausend Euro von seinem Konto verschwunden waren.

Zum Schutz vor Phishing bei Ebay Kleinanzeigen rät die Polizei Verkäufern nun: Kreditkarteninstitute werden niemals Mails versenden, in denen Sie zur Eingabe persönlicher Daten aufgefordert werden. Sollten Sie sich trotzdem unsicher sein, wenden Sie sich am Besten an Ihre Bank. Falls Sie bei Ebay Kleinanzeigen aufgefordert werden, einem Link zu folgen, kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach. Prüfen Sie stattdessen, ob alles seine Richtigkeit hat und melden den Fall im Zweifel bei Ebay Kleinanzeigen.

(joko)