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Zeitungsbericht über Verhandlungen mit Musik-Portalen: Plattenriese will Kopierschutz abschaffen

Zeitungsbericht über Verhandlungen mit Musik-Portalen : Plattenriese will Kopierschutz abschaffen

New York (RPO). Gerade einmal vier Tage ist es her, dass Apple-Chef Steve Jobs die Abschaffung von kopiergeschützter Musik gefordert hat. Und sein Vorschlag zeigt bereits Wirkung: Platten-Multi EMI erwägt, seinen gesamten Musikbestand für den Online-Verkauf zur Verfügung zu stellen - und zwar ohne Kopierschutz.

Bei entsprechenden Verhandlungen mit kommerziellen Musikportalen gehe es offenbar vor allem um die Höhe des Kaufpreises, berichtete am Freitag das „Wall Street Journal“.

Bislang werden beim digitalen Musikvertrieb unterschiedliche Software-Techniken eingesetzt, die das beliebige Kopieren der Audiodaten verhindern. Diese Techniken mit der Bezeichnung DRM (Digital Rights Management) beschränken auch das Kopieren von Musik auf mobile Geräte. So können etwa die beim Marktführer iTunes gekauften Songs nur auf einen iPod von Apple und nicht auf andere Player übertragen werden.

EMI hat nun nach Informationen des „Wall Street Journals“ Online-Händler aufgefordert, Angebote für die Bereitstellung von Musiktiteln im DRM-freien MP3-Format zu machen. EMI ist gemessen am Umsatz die drittgrößte Plattenfirma der Welt und hält unter anderem die Rechte für die Musik der Rolling Stones und der Rockband Coldplay.

EMI-Sprecherin Jeanne Meyer lehnte es auf Anfrage ab, zu dem Zeitungsbericht Stellung zu nehmen. Allerdings äußerte sie sich positiv über jüngste Tests, Singles ohne DRM im MP3-Format zu verbreiten, zuletzt etwa mit einem Titel von Norah Jones. „Die Ergebnisse dieser Versuche waren sehr positiv, und das Feedback der Fans fiel geradezu enthusiastisch aus“, sagte die Sprecherin.

Zu Beginn der Woche hatte Apple-Vorstandschef Steve Jobs die Musikverleger aufgerufen, ihr Beharren auf DRM aufzugeben. Diese Einschränkungen hätten wenig erreicht, um die Verbreitung von Raubkopien einzudämmen. Ihre Abschaffung würde hingegen dem Markt für Online-Musik neue Impulse geben, erklärte Jobs.

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(apbackup)