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Mögliche Urheberrechtsverletzungen: Nutzer von kino.to haben nichts zu befürchten

Mögliche Urheberrechtsverletzungen : Nutzer von kino.to haben nichts zu befürchten

Osnabrück (RPO). Nutzer des illegalen Filmportals "kino.to" scheinen sich keine Sorgen über juristische Folgen machen zu müssen. In einem Interview sagte Christine Ehlers, Sprecherin der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten (GVU), Schritte gegen User werde die GVU "nicht forcieren".

Zuvor hatte bereits der zuständige Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein gesagt: "Zu gegebener Zeit werden wir prüfen, ob sich auch Nutzer strafbar gemacht haben." Schon allein wegen fehlender Daten über die User könne das allerdings schwierig werden.

Sehr wohl verfolgt sehen will die GVU weitere Portale. "Wir haben derzeit 18 Seiten unter Beobachtung", sagte Ehlers gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In allen Fällen werde Material gesammelt, das dann wie im Fall von "kino.to" gebündelt an die Ermittlungsbehörden übergeben werden soll.

Das wahrscheinlich größte deutschsprachige Portal für illegale Kopien von Filmen und Serien ist vor wenigen Tagen geschlossen. In drei Ländern schlugen die Fahnder am Dienstag zu, um die Seite kino.to vom Netz zu nehmen. 13 Personen wurden verhaftet. Die Dimensionen des Falls sind riesig. In rund einer Million Fällen soll gegen das Urheberrecht verstoßen worden sein.

(apd/felt)