1. Digital
  2. Internet

Neue Betrugsmasche? Nutzer klagen über falsche Paypal-Abbuchungen über Google Pay

Offenbar neue Betrugsmasche : Deutsche Paypal-Nutzer melden dubiose Abbuchungen

Einem Medienbericht zufolge ist es bei vielen Google-Pay-Nutzern in Deutschland zu unberechtigten Abbuchungen gekommen. Die Betrüger haben bis zu vierstellige Beträge ergaunert.

Laut dem Fachportal „Heise online“ ist bei vielen Nutzern das verknüpfte Paypal-Konto mit unberechtigten Zahlungen belastet worden. Die Experten raten daher allen, die Googles Smartphone-Bezahldienst Pay mit Paypal verknüpft haben, ihren Paypal-Zahlungsverlauf kritisch zu prüfen.

Die Abbuchungen gingen dem Bericht zufolge überwiegend auf Starbucks- und Target-Filialen in den USA zurück. In den Nutzerforen von Google Pay und Paypal seien aber auch Beschwerden von Nutzerinnen und Nutzern aufgetaucht, die dubiose Abbuchungen von Empfängern mit Nonsense-Namen wie „IWCWJQAUNHKLALD FUQNI“ oder „MAILED IT“ beklagen.

Die abgebuchten Summen variieren den Angaben zufolge stark: Nutzerinnen und Nutzer würden ein-, aber auch bis zu vierstellige Euro-Beträge nennen. Um die mysteriösen, unberechtigten Abbuchungen stornieren zu lassen, sei die Kontaktaufnahme mit Paypal am effektivsten, erklären die Experten.

Wie man am besten mit Paypal in Kontakt tritt und am Telefon verifiziert, dass man tatsächlich der Inhaber des jeweiligen Accounts ist, erkläre ein Community-Beitrag von Paypal detailliert.

Ob technische Fehler oder Betrug durch Angreifer: Die Ursache für die dubiosen Abbuchungen war zunächst unklar. Einige Nutzerinnen und Nutzer hätten sich dazu entschlossen, die Paypal-Verknüpfung in Google Pay vorerst zu entfernen.

Das ist die sicherste Methode, um weitere Abbuchungen zu verhindern - zumal es sich letztlich um klassischen Kreditkartenbetrug handeln könnte. Denn Sicherheitsexperten vermuten, dass Paypal eine virtuelle Kreditkarte mit Kartennummer, Ablaufdatum und Card Validation Code (CVC) erstellt, sobald jemand sein Paypal-Konto mit Google Pay verbindet. Diese Daten könnten von Angreifern erbeutet und für die unberechtigten Abbuchungen missbraucht worden sein.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte oder den Verdacht hat, dass seine Zugangsdaten abgegriffen worden sein könnten, sollte diese sowohl für Google Pay als auch für Paypal ändern, raten die Experten.

Am Dienstagnachmittag bezog Paypal Stellung. Das Problem, durch das es zu unerlaubten Abbuchungen von Kundenkonten kam, ist nach eigenen Angaben behoben. „Betroffen war eine sehr geringe Anzahl von PayPal-Kunden, die Google Pay nutzen“, schränkte die Firma ein. Betroffene Nutzer bekommen ihr Geld zurück. Angaben zur Ursache des Problems gab es zunächst nicht.

(felt/dpa)