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Geld verdienen mit Hobby: Mit dem Food-Blog auf den Büchermarkt

Geld verdienen mit Hobby : Mit dem Food-Blog auf den Büchermarkt

Düsseldorf (rpo). Sie kochen gern. Sie essen gern. Und sie schreiben gern darüber. Immer mehr sogenannte Food-Blogger erobern das Internet. Ihre Hobbys miteinander zu verknüpfen, hat sich als lukrative Idee erwiesen. Buchverlage reißen sich um die Internet-Köche.

Das Land der Gourmets ist das Zuhause von Clotilde Dusoulier. Doch nicht in Frankreich, sondern in San Francisco entdeckte die 27-jährige Französin ihre Liebe für das Essen und Kochen. Im September 2003 veröffentlichte sie ihre ersten Rezepte und Gedanken in ihrem Blog "Chocolate & Zucchini". Sie hatte befürchtet, dass ihre Freunde irgendwann die Ohren voll haben würden von ihren Geschichten um das Kochen, Essen und Backen. Sie brauchte eine Art "Ventil", schreibt sie auf ihrer Seite.

Birnen-Tartelettes, Brioche, frische Kräuter-Muffins, französische Quiche in verschiedenen Variationen. Die Rezepte, die die gebürtige Pariserin im Internet Monat für Monat mit kleinen Geschichten ins Internet stellt, blieben nicht lange unentdeckt. Zeitungen und Magazine schrieben über Clotilde Dusoulier. Anzeigenkunden inserierten fortan auf ihrer Seite. Ein Werbebanner auf ihrer Blog-Seite kostet 1200 Dollar pro Monat. Dann kamen die Buchverträge und mit ihnen hängte sie ihren Job als Software-Entwicklerin an den Nagel. Heute ist sie Vollzeit-"Food-Writer". Ihre Kochbücher erscheinen in den USA und in England.

Auch andere Food-Blogger schaffen es in die Bücherregale. Die meisten, die im Internet über das Kochen bloggen, sind Frauen. So erfolgreich wie Clotilde Dusoulier ist auch Molly Wizenberg aus Seattle, freie Food-Bloggerin und Gründerin von "orangette.blogspot.com". Ihr literarisches Debüt "Orangette: The Stories My Kitchen Tells Me" soll im Herbst 2008 auf den Markt kommen.

Eines der Erfolgsrezepte der Food-Blogger: Sie schreiben auf Englisch. Auch die Französisin Clotilde Dusoulier blogt nur auf Englisch. Zunächst wollte sie so nur ihre Sprachkenntnisse aufrecht erhalten. Heute zeigt sich, dass sie so ihre meisten Fans gewonnen hat. Die klicken sich nämlich am liebsten von den USA oder von Kanada aus auf ihre Seite. Doch mit ihrem Buch will sie auch die französischen Feinschmecker erreichen - eine französische Ausgabe ist geplant.

Übrigens: Die meisten Food-Blogger haben als Hobby-Köche angefangen. Clotilde Dusoulier hat einfach ihrer Mutter beim Kochen auf die Finger geschaut oder sich die Tricks und Kniffe selbst beigebracht. Und auch die