1. Digital
  2. Internet

Microsoft schafft die Browserauswahl wieder ab

Internet Explorer : Microsoft entfernt Browserauswahl unter Windows

Neue Nutzer von Windows müssen sich künftig wieder selber um Alternativen zum Internet Explorer kümmern. Der Deal zwischen EU-Kommission und Microsoft dauerte fünf Jahre und ist nun ausgelaufen. Ab sofort darf Microsoft seinen Browser wieder pushen.

Grund für die Abschaffung der Auswahl ist das Auslaufen einer Weisung durch die Europäische Kommission vom Dezember 2009. Damals war das Unternehmen im Rahmen eines Kartellverfahrens verpflichtet worden, das Auswahlfenster mit Hinweisen auf Chrome, Firefox, Opera oder Safari anzuzeigen.

Der Marktanteil des Internet Explorers sank daraufhin von einstmals rund 45 Prozent auf aktuell knapp unter 20 Prozent. Der mittlerweile in Version 11 vorliegende Internet Explorer hat zwar viele Mängel der Vorgängerversion ausgeräumt, die Alternativen am Markt sind aber ebenfalls einen Blick wert. Vier verbreitete Browser im Überblick.

Firefox: Der quelloffene Browser der Mozilla-Stiftung ist schnell und legt großen Wert auf Sicherheit und Privatsphäre. Durch zahllose Erweiterungen lässt sich sein Funktionsumfang an viele Bedürfnisse anpassen.

Chrome: Der Google-Browser ist ebenfalls schnell und leicht erweiterbar. Er ist besonders für die Nutzung mit Googles Webdiensten optimiert. Adresszeile und Suchfenster sind in Chrome in der sogenannten Omnibox zusammengeführt, sodass alle Eingaben direkt an die eingestellte Suchmaschine gesendet werden.

Opera: Der Browser aus Norwegen ist wie Firefox und Chrome kostenlos. Er steht für schnellen Seitenaufbau, übersichtliche Bedienung und viele Erweiterungsmöglichkeiten. Viele mittlerweile zum Standard gewordene Funktionen wie Browser-Tabs und Pop-Up-Blocker bot der aus einem Forschungsprojekt hervorgangene Opera zuerst.

SeaMonkey: Der auf Mozillas Firefox basierende Browser bietet zusätzliche Funktionen wie einen E-Mail-Client oder einen HTML-Editor. Die Freeware ist ebenfalls leicht zu erweitern und stellt recht geringe Anforderungen an die Hardware.

(dpa)