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Verletzung von Urheberrechten angeführt: Microsoft kritisiert Google-Buchprojekt

Verletzung von Urheberrechten angeführt : Microsoft kritisiert Google-Buchprojekt

Seattle (RPO). Der Software-Konzern Microsoft hat Google wegen seines Projekts zur Digitalisierung von Büchern heftig kritisiert. Ein Anwalt des Konzerns erklärte, die Suchmaschine verletzte systematisch Urheberrechte und verdiene Geld auf Kosten von Autoren und Verlegern.

"Unternehmen, die selbst keine Inhalte schaffen und nur auf dem Rücken der Inhalte anderer Geld machen, heimsen Milliarden durch Werbung ein", erklärte Thomas Rubin in einer Rede, die er am Dienstag beim jährlichen Treffen der Vereinigung der Amerikanischen Verleger in New York halten wollte.

Google und Microsoft scannen beide Bücher, um sie Internetznutzern kostenlos zugänglich zu machen, gehen dabei aber verschiedene Wege. So veröffentlicht Microsoft nur Werke, deren Urheberrechtsschutz bereits abgelaufen ist, sowie neuere Titel, deren Nutzung die Verlage ausdrücklich zugestimmt haben. Google schließt dagegen auch urheberrechtlich geschützte Titel nicht aus, zeigt aber jeweils nur wenige Sätze der Bücher an. Dennoch haben der amerikanische Schriftstellerverband Authors Guild und die Verlegervereinigung Association of American Publishers Google wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.

(ap)