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Megaupload-Gründer ist "in Tränen": Kim Dotcom beklagt "größtes Datenmassaker"

Megaupload-Gründer ist "in Tränen" : Kim Dotcom beklagt "größtes Datenmassaker"

Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat die Löschung von Daten seiner geschlossenen File-Sharing-Seite als "größtes Datenmassaker der Internet-Geschichte" beklagt. Darüber sei er "in Tränen", schrieb Dotcom in mehreren Kurzmitteilungen über den Dienst Twitter.

Das niederländische Unternehmen LeaseWeb hatte zuvor mitgeteilt, es habe alle Megaupload-Daten von 630 Servern gelöscht.

Es habe dies getan, nachdem es die Daten ein Jahr auf seine Kosten gespeichert habe und in diesem Zeitraum keine Anfragen erhalten habe, darauf zuzugreifen. Dotcom bestritt das: Seine Anwälte hätten LeaseWeb wiederholt gebeten, die Daten bis zur gerichtlichen Klärung in den USA zu behalten.

The #Leaseweb servers contained my personal files on #Megaupload. Important evidence destroyed. How is this justice?

US-Behörden schlossen Megaupload im vergangenen Jahr und klagten Dotcom und andere wegen schwerer Urheberrechtsverletzungen an.

Dotcom, der die deutsche und finnische Staatsbürgerschaft besitzt, bestreitet das: Er könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn Megaupload zum illegalen Download von Musik und Filmen genutzt werde. Dotcom lebt in Neuseeland, die USA haben seine Auslieferung beantragt.

Von der Datenlöschung dürften überwiegend europäische Benutzer von Megaupload betroffen sein. Es gibt aber noch Daten der Fil-Sharing-Seite auf US-Servern. In diesem Jahr hat Dotcom einen Cloudspeicherdienst namens Mega gestartet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kim Schmitz, Chef von Megaupload.com

(ap/csr/das)