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Ohne Lizenz: Kein DFL-Design für Computerspiele

Ohne Lizenz : Kein DFL-Design für Computerspiele

Frankfurt/Main (rpo). Im Prozess gegen einen Computerspiele-Hersteller hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) einen Erfolg verbuchen können. Der Hersteller darf in Zukunft keine unlizensierten Produkte mehr auf den Markt bringen, in denen Namen und Trikot-Designs deutscher Profi-Klubs verwendet werden.

Das Berufungsurteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main (Aktenzeichen 11 U 6/05) bewirkte laut DFL eine weitere Stärkung der Gruppenvermarktung durch die Liga. Da eine Revision nicht zugelassen wurde, ist die Entscheidung rechtskräftig.

Bereits das Landgericht Frankfurt/Main hatte einen Anspruch der DFL auf Unterlassung und Zahlung von Schadenersatz anerkannt. Das OLG bestätigte das Urteil. Es sei bekannt, dass gerade im Profisport die Namen, Marken, Trikots und ähnliches nicht ohne Lizenzen wirtschaftlich verwertet werden dürfen, zumal gerade dieses Nebengeschäft mit Fanartikeln und anderen Produkten eine willkommene und durchaus maßgebliche Einnahmequelle darstelle, erklärten die Richter in der Urteilsbegründung.

Der Hersteller hatte ein Computerspiel mit der Bezeichnung "BDFL Manager 2004" vertrieben. Dabei wurden die Namen und Designs der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften des Ligaverbandes genutzt, um das Produkt möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Die dafür erforderlichen Lizenzen hatte der Hersteller allerdings nicht erworben.

(sid)