Lücke in Java-Programmen: Internet Explorer: Nutzer vor Sicherheitslücke gewarnt

Lücke in Java-Programmen : Internet Explorer: Nutzer vor Sicherheitslücke gewarnt

Zum Schutz vor einer Sicherheitslücke sollten Nutzer des Internet Explorers von Microsoft besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen und im Zweifelsfall auf einen anderen Browser umsteigen. Das empfahl das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Donnerstag in Berlin.

Grund ist den Angaben zufolge eine Sicherheitslücke in Java-Programmen, die Inhalte wie Animationen auf Webseiten darstellen. Damit können über gekaperte Werbebanner Schadprogramme auf Rechner eingeschleust werden. Kriminelle nutzen diese Lücke zum Beispiel zur Verbreitung von Trojanern, die Bankdaten von Nutzern ausspionieren sollen. Eine neue Version von Java, die die Lücke schließt, gibt es noch nicht.

Java-Plug Ausschalten keine Lösung

Daher empfiehlt das BSI allen Nutzern, das Java-Plug-In über die Einstellungen ihres Internetbrowsers auszuschalten. Beim Internet Explorer ist die Lücke damit allerdings nicht geschlossen, erklärte Tim Griese vom BSI. Nach einer besseren Schutzmöglichkeit gefragt, habe Microsoft auf eine Anleitung verwiesen, die für Normalnutzer deutlich zu komplex sei. Die Anleitung auf Englisch sei für "unbedarfte Nutzer" nicht zu meistern, sagte Griese.

Wer weiter mit dem Internet Explorer surfen will, sollte daher die Java-Software auf dem Computer deinstallieren. Alternativ können Nutzer einfach auf einen anderen Browser wie Firefox, Chrome oder Safari umsteigen. Dort sollten sie dann das Java-Plug-In ausschalten. Eine Anleitung dazu findet sich auf den Webseiten der Hersteller und der Internetseite des BSI.

(APD)
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