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Ich bin der Zug: Ein Lokführer erheitert die Twitter-Gemeinde

Thomas Döhler schreibt Deutsche Bahn an : Ein Lokführer erheitert die Twitter-Gemeinde

Dass er einmal so viel Follower bei Twitter haben würde, das hat Thomas Döhler wohl nicht erwartet. Doch seit Donnerstag kommen ständig neue Anfragen über das soziale Netzwerk. Der Grund: ein Tweet, der vor trockenem Humor nur so sprühte. Dabei ging es um eine heruntergekommene Oberleitung – und die Reaktion der Bahn darauf.

Dass er einmal so viel Follower bei Twitter haben würde, das hat Thomas Döhler wohl nicht erwartet. Doch seit Donnerstag kommen ständig neue Anfragen über das soziale Netzwerk. Der Grund: ein Tweet, der vor trockenem Humor nur so sprühte. Dabei ging es um eine heruntergekommene Oberleitung — und die Reaktion der Bahn darauf.

Thomas Döhler ist Lokführer, allerdings nicht bei der Deutschen Bahn, sondern bei einer Privatbahn. "Bin quer durch Deutschland unterwegs..also gibt es immer was zu sehen", schreibt er als Info über sich in seinem Twitter-Account. Und so schreibt er dort über seinen Arbeitsalltag und wo es ihn gerade hingetrieben hat. Doch am Donnerstag war dann alles anders.

EIL in Halle(Saale) ist eben die Oberleitung runtergekommen #bahn #lokführer @DB_Bahn

Diesen Tweet setzte der Lokführer in dem Kurznachrichtendienst ab und adressierte ihn auch an die deutsche Bahn. Von dort kam prompt eine Reaktion, die Döhler aber so wohl nicht erwartet hatte. "Ja, eine Oberleitungsstörung :-(. Benötigen Sie Infos zum Zug? Ich schaue gerne nach, wenn Sie mir Ihre Verbindung verraten. /je". Darauf fiel dem Lokführer nur eine einzige Antwort ein, die ihn bei Twitter zum Gesprächsthema machte.

@DB_Bahn ich bin der Zug

Die Bahn reagierte noch mit einem Tweet, dass er ja ein Fahrgast hätte sein können und dass es hoffentlich nicht zu stressig für Döhler werden würde. Doch das ist eigentlich nur noch Nebensache. "Nur wenige Minuten später ging es los", zitiert ihn die "Bild"-Zeitung. Das Echo sei "der Wahnsinn, mein Handy macht im Minutentakt Ping". Kein Wunder, wurde seine Twitter-Nachricht doch zig Mal retweetet, und Döhler erhielt jede Menge Anfragen.

Und die versucht er seither auch fleißig zu beantworten. "Bin ehrlich, etwas über 1800 Follower so leichten Druck die Leute nicht zu enttäuschen ist da", schrieb er denn auch am Freitagmorgen auf seinem Account — und bekam prompt eine Antwort: "Keine Bange, die nächste Fahrleitungspanne kommt bestimmt ;-"

Immer wieder schreibt er auf Twitter, wie sehr ihn das große Echo überrumpelt habe und ihm die Worte fehlen angesichts der gr0ßen Aufmerksamkeit. Doch er wolle versuchen, jedem im Laufe des Tages zu folgen, der denn eine Anfrage gestellt habe.

Wie lange er all die neuen Twitterer mit seinen Meldungen halten kann, ist ungewiss. Aber eines ist sicher, so manchem dürfte er den Tag versüßt haben. Oder wie es eine Userin in dem Kurznachrichtendienst treffend schreibt: "Du hast mir mit deinem Tweet wg. der Oberleitung gestern endlich mal wieder zum Lachen gebracht. Danke!!" Die Antwort des Lokführers: "Ich glaube deshalb kam das auch so gut an. Ich wünsch dir einen schönen Freitag."

(das)