Zu wenige Nutzer: Google macht RSS-Reader im Sommer dicht

Zu wenige Nutzer: Google macht RSS-Reader im Sommer dicht

Millionen Internet-Nutzer, die auf den RSS-Dienst Google Reader als Nachrichtenticker vertrauen, werden sich zum Sommer eine Alternative suchen müssen. Google macht den 2005 gestarteten Service am 1. Juli dicht. Die Zahl der Nutzer sei gesunken, hieß es am Mittwoch zur Begründung in einem Blogeintrag. Außerdem verlässt Andy Rubin, der für das Betriebssystem Android verantwortlich war, Google.

Man werde die Daten exportieren können, um zu einem anderen Dienst umzuziehen, versprach der Internet-Konzern. Auf den Google Reader greifen auch viele RSS-Apps für Smartphones und Tablets zurück.

Twitter und Facebook

Mit RSS (Really Simple Syndication) kann man neuen Inhalten auf Websites folgen, ohne sie jedes Mal neu aufrufen zu müssen - die neuen Einträge tauchen in einer Art Nachrichtenticker auf. Google eroberte mit seinem kostenlosen Reader schnell einen großen Teil des Marktes. Mit der Ausbreitung von Twitter und Facebook wurden die RSS-Ströme allerdings für viele Nutzer weniger wichtig. Google versucht, mit Google+ ein eigenes Online-Netzwerk zu etablieren.

Android-Entwickler geht

Andy Rubin, der sieben Jahre bei Google für die Entwicklung des Betriebssystems Android verantwortlich war, ist zurückgetreten. Sein Nachfolger wird Sundar Pichai, der bislang die Entwicklung des Browsers Chrome und des Chrome-Betriebssystems geleitet hatte, wie Google am Mittwoch mitteilte.

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(dpa/Ap/csr)
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