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Entdeckung auf Twitter: Google-Gründer testet Datenbrille in U-Bahn

Entdeckung auf Twitter : Google-Gründer testet Datenbrille in U-Bahn

Der Milliardär Sergey Brin war mit einem Prototyp der High-Tech-Brille in New York unterwegs. Ein Passagier erkannte den Mann - und hielt den Moment mit einem Foto fest, das umgehend bei Twitter landete.

In der kommenden Woche stellt Internet-Gigant Google sein neuestes Produkt "Project Glass" einem ausgesuchten Publikum vor: Eine spezielle Brille, deren Gläser unterwegs auch Daten aus dem Internet abbilden können.

Google-Gründer Sergey Brin gilt als einer der Treiber und testet dessen Alltagstauglichkeit offenbar auch selbst. Der Milliardär wurde am Sonntag von Noah Zerkin, einem Software-Entwickler, in der New Yorker U-Bahn erkannt und mit der Brille fotografiert. Zerkin veröffentlichte das Bild im Internet-Nachrichtendienst Twitter.

Dazu postete er den Kommentar "Yeeeah … I just had a brief conversation with the most powerful man in the world. On the downtown 3 train. Nice guy.” Zu deutsch: "Ich hatte gerade eine kurze Unterhaltung mit dem mächtigsten Mann der Welt. In der U-Bahn 3. Netter Typ.”

Die Brille ermöglicht den schnellen Zugriff via Internet auf Informationen und kann diese in das Blickfeld des Trägers einblenden. Außerdem lassen sich damit vermutlich Fotos erstellen, die dann wiederum in sozialen Netzwerken wie Facebook geteilt werden können. Ende dieses Jahres soll die Produktion in Serie gehen. Der Preis wird bisher auf 1500 Dollar geschätzt.

Die Bedienung der Brille erfolge zu großen Teilen über ein winziges, in die Brille integriertes Touchpad, berichten Kenner. Ursprünglich hatten die Entwickler eine Sprachsteuerung geplant, diese habe sich aber nicht bewährt. Brin habe die U-Bahn in der Nähe der New Yorker Google-Niederlassung verlassen, berichtet Zerkin. Die übrigen Fahrgäste hätten ihn nicht erkannt.

Der Test dürfte schwierig gewesen sein: Die Internet-Verbindungen in der New Yorker U-Bahn sind schlecht.

(RP/pst/csi/felt)