Neuer Browser Chrome ist da: Google greift Microsoft an

Neuer Browser Chrome ist da : Google greift Microsoft an

Düsseldorf (RP). Seit Dienstagabend gibt es den Google-Browser "Chrome”. Er will viel mehr sein als nur ein neues Fenster für das Internet. "Chrome” will die wichtigsten Microsoft-Programme überflüssig machen.

Was Dienstagabend um 21 Uhr auf der Internetseite www.google.com/chrome geschah, könnte in die Geschichtsbücher eingehen. Zwar wird der Begriff "Revolution” gerade im Zusammenhang mit neuen Internet-Angeboten zu oft bemüht. Aber wenn die neueste Geschäftsidee aus dem amerikanischen Suchmaschinen-Imperium sich durchsetzt, steht die Neuordnung der weltweiten Computer-Landschaft bevor.

Kostenlos wie üblich

Vordergründig bietet Google auf der Homepage nur einen Browser zum Herunterladen an. Kostenlos, wie bei Google üblich. Browser waren immer nur Programme, die Internet-Seiten sichtbar machen.

Er ist sicherer, benutzerfreundlicher und schneller als gängige Browser. Er bietet eine schlichte und einfache Oberfläche, vergleichbar mit dem Auftritt der beliebten Suchmaschine. Genau wie bei vielen Browsern Standard, können Nutzer mit Hilfe von Karteireitern ("Tabs") auf verschiedenen Seiten gleichzeitig surfen. Mit Hilfe einer neuen Technik läuft der Browser stabiler und sicherer: Stürzt ein Karteireiter ab, kann der Rest des Browsers weiterlaufen.

Doch der neue Browser passt perfekt in das Gesamtpaket von Google. Ein neues Monopol rückt in Sichtweite. Das erste, dass Bill Gates‘ 174 Milliarden Euro schwere Software-Fabrik Microsoft bedroht. Stefan Kooths, Internet-Experte vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): "Wer das nur für einen neuen Browser-Krieg hält, ist naiv.”

Alles im Netz

Bleibt das Datenschutz-Problem. Wer weiß, wer einem über die Schulter guckt, wenn man im virtuellen Raum einen Brief an seinen Steuerberater formuliert?

Hier geht es zur Bilderstrecke: Was der Google-Browser alles kann

(RP)