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Zusammenarbeit mit Holocaust-Museum: Google Earth zeigt Leid und Zerstörung in Darfur

Zusammenarbeit mit Holocaust-Museum : Google Earth zeigt Leid und Zerstörung in Darfur

Washington (RPO). Der blutige Konflikt in der sudanesischen Provinz Darfur ist bei vielen in Vergessenheit geraten. Das United States Holocaust Memorial Museum und Google wollen etwas dagegen tun: In Google Earth kann man sich mit Luftaufnahmen aus der Region ein Bild des Schreckens machen.

Das neue Angebot ermöglicht kostenfrei den Blick auf zerstörte Wohnhäuser, Schulen und Moscheen, die mit Fakten zur Lage der Provinz, Augenzeugenberichten, Fotos und Landkarten verknüpft sind, wie Google-Mitarbeiter Elliot Schrage in Washington mitteilte.

Damit solle es Internet-Nutzern ermöglicht werden, "sich die Zerstörung in Darfur vorzustellen und von ihr zu erfahren wie nie zuvor". Darfur-Flüchtling und Rot-Kreuz-Mitarbeiter Dawud Salih erklärte: "Der einzige Weg, das Töten in Darfur zu stoppen, ist es, die Menschen zu informieren."

Das Darfur-Projekt bei Google Earth wird vom Holocaust Memorial Museum der USA geleitet und soll bald Luftbilder von 1600 Dörfern der Krisenregion zeigen. Das Museum plant zudem weitere Internet-Angebote, um auf Verbrechen und Völkermord aufmerksam zu machen.

In dem seit vier Jahren andauernden Darfur-Konflikt wurden nach Schätzungen internationaler Organisationen mindestens 200.000 Menschen getötet und mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

(afp2)