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Facebook-Fehde: Edeka ärgert Lidl mit kurzer Werbung

Beef an der Gemüsetheke : Edeka ärgert Lidl mit lustigem Kurzfilm

Menschen stehen an der Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt - und sind unzufrieden. So weit, so alltäglich. Doch bei dem kurzen Film, der diese Szene enthält, handelt es sich um einen Werbegag der Supermarktkette Edeka - die damit Konkurrent Lidl aufs Korn nimmt.

Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich den Clip bei Facebook innerhalb von 24 Stunden angesehen, knapp 35.000 Mal wurde auf den "Gefällt mir"-Knopf gedrückt. Mit dem Video nimmt Edeka auf lustige Art und Weise Rache an Lidl.

Im Februar hatte der Discounter mit einem Video seine eigene Obst- und Gemüseauswahl gefeiert, die vom Branchenmagazin Fruchthandel ausgezeichnet worden war - mit einem Seitenhieb auf Edeka. In dem fiktiven Clip war zu sehen, wie eine Edeka-Mitarbeiterin einen vollen Wagen mit Obst und Gemüse aus einem Lidl schiebt. Damit sollte gezeigt werden: Bei Lidl gibt es einfach die besseren Produkte.

Das konnte Edeka, das ebenfalls mit dem Fruchthandel-Award (aber nicht in der Kategorie Discounter) ausgezeichnet wurde, offenbar nicht auf sich sitzen lassen - und setzt nun sogar noch einen drauf. Das knapp einminütige Video wurde nämlich offenbar tatsächlich in einem Lidl gedreht, natürlich ohne, dass der Discounter davon wusste.

Deshalb wird in dem Film nicht gesprochen, die Botschaft wird vielmehr mit großen Buchstaben auf T-Shirts und Taschen vermittelt. "Kakis" steht etwa dort und "Gibt's hier keine". Die Kunden zeigen sich unzufrieden mit der Lidl-Ware, finden die gewünschten Sorten nicht - und entschließen sich, zu gehen.

Und zwar "Ab zu Edeka", wie in der Schlusseinstellung in dicken Lettern auf drei verschiedenen T-Shirts zu lesen ist - und das vor Lidl-Regalen. Bislang hat der Discounter nicht auf den provokanten Werbegag reagiert.

Es ist nicht der erste Edeka-Werbeclip, der im Netz ein Hit wird. 2014 hatte die Supermarktkette erstmals mit dem Musikvideo "Supergeil" einen viralen Erfolg gelandet, der sogar international für Furore sorgte. ein Jahr später folgte der rührselige Weihnachts-Spot mit einem einsamen, aber cleveren Großvater in der Hauptrolle.

(kess)