Facebook: Belgisches Gericht verbietet Sammeln von Nutzerdaten

Urteil gegen Facebook: Belgisches Gericht verbietet Sammeln von Nutzerdaten

Ein Gericht in Belgien hat Facebook aufgefordert, das Sammeln von Daten seiner belgischen Nutzer zu beenden und aus seiner Sicht illegal erworbene Daten zu löschen. Andernfalls soll der Konzern eine Strafe von 250.000 Euro zahlen – am Tag.

Ein Gericht in Belgien hat Facebook aufgefordert, das Sammeln von Daten seiner belgischen Nutzer zu beenden und aus seiner Sicht illegal erworbene Daten zu löschen. Andernfalls soll der Konzern eine Strafe von 250.000 Euro zahlen — am Tag.

Dies berichtete die Tageszeitung "De Standaard" am Freitag. Das Gericht habe damit die Feststellung einer Privatsphären-Kommission bestätigt, wonach das soziale Netzwerk Daten seiner Nutzer ohne deren Zustimmung sammelt.

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Facebook kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. Der regionale Vizepräsident Richard Allan sagte, das Unternehmen habe Tools entwickelt, die den Nutzern die Wahl ließen, welche Daten sie freigeben wollen und welche nicht.

Das Gericht schloss sich hingegen den Datenschützern an, die befanden, dass Facebook seine Nutzer nicht angemessen darüber informiert, welche Daten es sammelt und auswertet. Auch Informationen, wie lange diese Daten gespeichert und wie sie verwendet werden, würden nicht hinreichend gegeben.

(ap)