Studienergebnisse: Eltern macht das Internet Sorgen

Studienergebnisse : Eltern macht das Internet Sorgen

Die größte Gefahr für ihre Kinder beim Umgang mit Medien sehen Eltern bei der Nutzung des Internet. Drei Viertel der Eltern bereitet das Thema Nöte; darunter sind 27 Prozent, die sich "sehr" sorgen, wie eine vom ZDF und dem Hamburger Hans-Bredow-Institut durchgeführte repräsentative Studie ergab.

Hinsichtlich der Internetnutzung ihrer Kinder befürchten Eltern laut der Studie vor allem finanzielle Abzocke oder Betrug, eine Weitergabe von persönlichen Daten und deren Missbrauch, Gewaltdarstellungen sowie sexuelle Belästigung und Pornografie. Weniger besorgt sind Eltern bezüglich des Fernsehens. Wie die Untersuchung ergab, machen sich hier 10 Prozent "sehr" und 43 Prozent "ein wenig" Sorgen, was mögliche negative Auswirkungen auf ihrer Kinder angeht.

Nach der Studie messen Eltern dem Jugendmedienschutz große Bedeutung zu. 79 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass Angebote, die auf Kinder und Jugendliche eine beeinträchtigende Wirkung haben könnten, nicht frei verfügbar sein sollten. Noch häufiger vertreten Eltern die Auffassung, der Jugendmedienschutz gehe vor, auch wenn das für erwachsene Nutzer unbequem sei.

Ausführlich vorgestellt werden soll die Studie bei einer mit der Frage "Quo vadis Jugendmedienschutz?" überschriebenen Tagung am 30. November und 1. Dezember in Mainz. Dabei handelt es sich um die 6. Jugendmedienschutztagung von ZDF, ARD und Kirchen. Laut ZDF-Angaben wurden für die Studie in den Monaten August und September 750 Eltern mit Kindern im Alter von drei bis 17 Jahren telefonisch befragt.

(KNA)
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