Netzgemeinde trickst Werbekampagne aus: Eine Cola mit Schnupfen

Netzgemeinde trickst Werbekampagne aus : Eine Cola mit Schnupfen

Mit Mao kann man noch eine Cola zusammen trinken, mit Schnupfen auch: Die aktuelle Kampagne von Coca Cola "Trinke 'ne Coke mit..." gerät im Netz immer mehr zum Spaßfaktor. Denn das Unternehmen hat eine Blacklist mit verbotenen Wörtern angelegt. Doch die Internetgemeinde versucht, diese geschickt zu umgehen.

Andreas, Marion und Co. — seit einiger Zeit sind die Coca-Cola-Flaschen schon im Handel erhältlich. Nun hat Coca Cola die Internetuser aufgefordert, auf seiner Webseite doch mal selbst einzutragen, welchen Namen sie gern auf einer Cola-Flasche lesen wollen. Doch ganz so einfach ist es nicht, seinen Namen oder Begriff durchzubekommen, denn das Unternehmen hat extra eine Blacklist mit verbotenen Begriffen angelegt. Und die ist schon mächtig lang.

So stehen auf der Liste jede Menge Alkohol, die nicht auf der Flasche prangen dürfen — von "Whisky" bis einfach nur "Schnaps". Nachvollziehbar auch, dass die Konkurrenz nicht wirklich etwas auf einer Flasche zu suchen hat. Eine Coke mit Pepsi wird es also nie geben. Aber auch jede Art von Beleidigung, sexuelle Inhalte, Krankheiten und sogar bis in die Politik reicht die Verbotsliste.

So sind etwa Namen wie der des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un oder des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden, aber auch Adolf Hitler nicht gestattet. Begriffe wie Bomber, Dschihad oder auch Religiöses haben keine Chance. Wer Jesus oder Mohammed heißt, wird seinen Namen also nie auf einer Cola-Flasche sehen.

Übrigens dürfen aktuell auch weder Edward Snowden, noch die Begriffe Prism und NSA auf der Flasche stehen.

Wenn man einen verbotenen Begriff erwischt hat, dann schüttelt sich die Cola-Flasche auf der Webseite nach einigen Buchstaben, und man muss wieder von vorn beginnen. Mitunter sind so auch ganz kuriose Sachen auf die schwarze Liste gekommen. Unterhose zum Beispiel oder Zucker. Auch mit George W. Bush darf man keine Cola trinken, mit Barack Obama dagegen schon.

Die Internetgemeinde jedenfalls macht sich inzwischen einen Spaß daraus, die schwarze Liste auszutricksen, postet etwa bei Twitter Flaschenbilder mit kuriosen Namen. So war es etwa eine Zeit möglich, seine Cola "mit Keimen" zu trinken.

Der Mediendienst meedia.de schreibt auf seiner Seite, dass Coca-Cola mit zwei Filtermodellen arbeitet. Da ist zunächst der Flaschengenerator auf der Startseite, der per Blacklist die Begriffe ausschließt. Bestellt man dann eine echte Flasche, dann sind nur noch Namen erlaubt, die Coca Cola gestattet hat.

Ganz so lange ist es übrigens wohl nicht möglich, mit Mao und Schnupfen eine Cola zu trinken. Denn die Blacklist, die Coca Cola für seine Kampagne angelegt hat, wird ständig nachgepflegt, wie es auf mehreren Internetseiten heißt.

(das)
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