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In der virtuellen Welt fotografiert: Die schönsten Avatare in "Second Life"

In der virtuellen Welt fotografiert : Die schönsten Avatare in "Second Life"

Düsseldorf (RPO). Das Künstler-Duo Mattes lebt seit einem Jahr in der virtuellen Welt "Second Life" und hat dort Tausende von Fotos aufgenommen. "Annoying Japanese Child Dinosaur" ist eine neue Porträtserie von japanischen Kinder-Avataren, die jetzt in der Schweiz ausgestellt wird.

Die in der Ausstellung gezeigten Porträts wurden grossformatig auf Leinwand gedruckt und schlagen so eine Brücke zwischen fiktiver und realer Welt. Zeitweise exzentrisch, bizarr, hübsch oder unheimlich sind diese Bilder Ausdruck der lebhaften Subkultur und Ästhetik von "Second Life".

Nach einer Erklärung für den rätselhaften Titel der Ausstellung gefragt, verweisen die Künstler auf Patrick Kellys Novelle "Mr. Boy": Die Geschichte eines genetisch verkrüppelten Zwölfjährigen, der buchstäblich im Innern seiner Mutter lebt, die sich in ein dreiviertel grosses Modell der Freiheitsstatue verwandelt hat. Sein bester Freund ist Stennie, ein Kind-Dinosaurier.

"Franco und ich bewegen uns seit langem in Subkulturen wie Cyberpunk, Skinhead, Hip-Hop, Punk und Hooligan", erklärt Eva Mattes, "und in Japan habe ich gesehen, wie neue Subkulturen wie nirgendwo sonst explodieren: gotische Lolitas, Ganguros und die ganze Otaku- und Kawai-Kultur. Wenn Sie all dies zusammenwürfeln, erhalten Sie eine Erklärung für den Titel. Sozusagen."

Aus Mattes' synthetischer Welt stammt die bekannte Porträtserie "13 Most Beautiful Avatars", die vor Kurzem in der Postmasters Gallery in New York gezeigt wurde, und die laufende Reihe "Synthetic Performances“.

In den letzten Monaten wurden diese Porträts von Avataren sowohl als "schauerlich wirkungsvolle Bilder" bejubelt (Roberta Smith in der "New York Times") wie auch als "nicht mehr als seine Posse" abgetan (Julia Bryan-Wilson in "Art Forum").

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die schönsten japanischen Avatare in "Second Life"