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Safer Internet Day 2013: Das sind gefährliche Fallstricke im Netz

Safer Internet Day 2013 : Das sind gefährliche Fallstricke im Netz

Darf mein "Freund" bei Facebook Fotos von mir posten? Kann ich Textteile von fremden Webseiten in meinem Blog verwenden? Ist es erlaubt, sich Filme auf Streaming-Portalen anzusehen? Die unzähligen Möglichkeiten, im Internet zu kommunizieren, publizieren oder Geschäfte zu machen, halten für den Nutzer manchen rechtlichen Stolperstein bereit..

Dieses Mal steht Safer Internet Day ganz unter dem Motto "Online Rights and Responsibilities". Übersetzt bedeutet das "Rechte und Pflichten im Netz" und bezieht sich vor allem auf die vielen schwammigen Regelungen im Internet: Streaming-Portale oder urheberrechtlich geschützte Bilder bringen für viele Nutzer Probleme mit sich.

Die häufigsten Fallstricke

Besonders häufig tappen Internetnutzer in die Falle, wenn es um die Nutzung von Bildern oder Texten geht. Sei es für den privaten Gebrauch, zum Beispiel für einen kleinen Blog oder aber für gewerbliche Nutzung. Viele User denken, dass es schon niemanden auffallen wird, wenn sie die Bilder, etwa von einer Koch-Seite, für sich selbst benutzen.

Leider liegt genau dort der Fehler, denn nicht selten suchen die Rechteinhaber der Bilder gezielt im Internet nach ihren Fotos, um die betreffenden Personen zu belangen. Ohne vorherige Absprache mit dem Rechteinhaber ist das Verwenden von Bildern oder anderem Material Diebstahl.

Eine weitere beliebte Falle sind Streaming-Plattformen. Die Wenigsten wissen, dass das Anschauen von geschütztem Material eine rechtliche Grauzone ist. Besonders dann, wenn für das Anschauen Programme wie der DivX-Player benötigt werden, wandelt der Internetznutzer auf einem schmalen Grat, denn solche Programme speichern alle Dateien temporär auf dem Computer.

Somit mag es zwar so aussehen, als würde man nur ein Video anschauen, dabei wird es im Hintergrund tatsächlich auf den eigenen Rechner geladen - und das ist streng genommen verboten.

Kinderschutz im Internet

Im Zuge des Safer Internet Day 2013 unterstützen mehr als 50 private Radiosender die Initiative "sicher online gehen — Kinderschutz im Internet". Ein neuer Radio-Spot, der von diesen Sendern ausgestrahlt wurde, sollte auf das Online-Portal www.sicher-online-gehen.de aufmerksam machen. Dieses beschäftigt sich vor allem mit Einstellungen, Hinweisen und Anleitungen für Eltern, damit das Surfen, für die Kinder, durch die Weiten des Internets sicherer wird.

Auch technische Lösungen, in Form von Kindersicherungs-Programmen, werden auf der Seite vorgestellt und sollen, so wünschen es sich Experten, zu einem Standard, ähnlich wie Antiviren-Programme, auf allen Computern werden. Das Ziel ist eine sichere Surfumgebung für die Kinder zu schaffen und Minderjährigen eine gute Medienkompetenz zu vermitteln.

Safer Internet Day sei 1999

In mehreren Ländern Europas sollen am Safer Internet Day Menschen aller Altersgruppen bewegt werden, der Sicherheit moderner Kommunikationsmittel mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Auf Initiative der Europäischen Kommission will das 1999 gestartete Safer Internet Programm die Medienkompetenz und die Sensibilisierung für Gefahren im Netz besonders bei Kindern, Eltern und Lehrern fördern. In Deutschland koordiniert "klicksafe.de" die nationalen Aktivitäten.

(csr/rm/csr)