1. Digital
  2. Internet

Lebensmüder bei der Stierhatz: Das gefährlichste Selfie der Welt

Lebensmüder bei der Stierhatz : Das gefährlichste Selfie der Welt

Sein Körper ist vollgepumpt mit Adrenalin. Dem Anschein nach spürt er den Atem des wütenden Bullen bei der Stierhatz in Houston direkt im Nacken. Was ihn nicht davon abhält, die ganze Sache mit dem Handy aufzunehmen. Es ist der Anfang der Geschichte vom gefährlichsten Selfie aller Zeiten.

So oder mit ganz ähnlichem Wortlaut geht das Bild in diesen Tagen um die Welt. Der junge Mann, der so lebensmüde ist, dass er meint, seine Flucht vor den Stieren beim Houston Bull Run in Texas auch noch aufnehmen zu müssen.

Auf Youtube zeigt ein Video, was der Mann namens Christian erlebte. Den Countdown, die Anspannung, bevor die Tiere losgelassen werden, wie er beginnt zu rennen. Anfangs hält er die Kamera noch auf sein Gesicht gerichtet, dann sieht man ein Chaos von verwackelten Bildern, bis er sich an den Rand der Strecke rettet und die vorbeipreschenden Tiere filmt.

Auch wenn Christian das Bullenrennen wohl anders wahrgenommen hat — allzu aufregend ist das Video nicht. Wohl aber das Foto, das der Fotograf Derek Barlow für die Houston Press von seiner Aktion machte. Darin ist für eine Sekunde alles eingefangen: Der Kick, das Handy und der Stier im Nacken Christians.

Das spektakuläre Bild tauchte wenig später auf der Titelseite von Reddit.com auf, einem in den USA populären Nachrichten-Sammler, der sich selbst als Titelseite des Internets bezeichnet. "Selfie Level 11 achieved", heißt es kommentierend.

Auch die Houston Press freute sich über den Erfolg. Die Online-Bildergalerie des amerikanischen Medienhauses war der Ursprung der Erfolgsgeschichte. In einem Blogeintrag feiert die Zeitung nun Derek Barlow, den Mann, der den Auslöser drückte. Er habe einen solchen Moment erwischt, in dem alles passt und von dem jeder Fotograf träumt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mann macht Selfie bei der Stierhatz

(pst)