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CeBIT schmückt sich mit IT-Prominenz: Glenn Greenwald kommt

IT-Messe : Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald kommt zur CeBIT

Neben Alibaba-Gründer Jack Ma nimmt ein weiterer Prominenter aus der IT-Welt an der nächsten CeBIT im März 2015 teil: der Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald. Greenwald hatte die Enthüllungen von Edward Snowden publik gemacht und war dafür auch in Deutschland ausgezeichnet worden.

Die CeBIT will sich in ihrer kommenden Ausgabe mit internationaler IT-Prominenz schmücken. Glenn Greenwald habe zugesagt, als Redner im internationalen Konferenzprogramm der Messe zu sprechen, teilten die Messeveranstalter am Dienstag mit.

Greenwald hatte vor rund eineinhalb Jahren die NSA-Dokumente des Informanten Edward Snowden zur Auswertung erhalten und gemeinsam mit seiner Kollegin Laura Poitras das erste Interview mit Snowden geführt. Erst vor wenigen Tagen hatte die Messe eine Zusage des Alibaba-Gründers Jack Ma erhalten. Der Gründer der chinesischen Handelsplattform war zuletzt im Ranking der Finanzagentur Bloomberg zur reichsten Person Asiens aufgestiegen.

Die Teilnahme Greenwalds unterstreiche den deutlichen Fokus der "CeBIT Global Conferences" auf die Themen Sicherheit und Privatsphäre, erklärte die Messe. Es gebe weiterhin "schlimme Missbräuche", betonte Greenwald.

Einer Bitte des NSA-Untersuchungsausschusses des deutschen Bundestages erteilte Greenwald im Sommer eine klare Absage. Er wolle den Bundestag gern unterstützen, schrieb er damals, wenn es um eine "ernsthafte Untersuchung" der Ausforschung durch die NSA gehe, er sei aber nicht bereit, "an einem Ritual mitzuwirken, das den Anschein einer Untersuchung erwecken soll".

"Gerade jetzt sollten die europäischen Regierungen schnellstens prüfen, welche Reaktionen die Bürger und die Unternehmen von ihnen erwarten und wie ihre Sicherheitsdienste effektiver überwacht werden können." Mit seinem Auftritt in Hannover wolle er der Diskussion "neue Impulse" geben.

Im kommenden Jahr will die CeBIT unter dem Stichwort "d!conomy" die digitale Transformation von Gesellschaft und Arbeit zum Topthema machen.

(dpa/ots)